Eigene Immobilie für die Altersvorsorge bevorzugt

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Haustür mit Schlüsselbund

Das Eigenheim ist für die Bundesbürger im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten der wichtigste Baustein zur Altersvorsorge. Zu diesem Ergebnis kommt eine August-Umfrage unter 1.003 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von 18-64 Jahren.

Vorrangig Eigenheim

Auftraggeber dieser repräsentativen Umfrage sind der Assetmanager Industria Wohnen und der Projektentwickler The Grounds. Den Studienergebnissen zufolge setzen 37,8 % der Bundesbürger zur Altersvorsorge auf Immobilien, wobei 74,4 % dieser Gruppe die Immobilie auch selbst nutzen. Auf Rang 2 liegt bei den Befragten die betriebliche Altersvorsorge (29,7 %) und auf Rang 3 folgen bereits Investitionen in Aktien und anderen Wertpapieren (22,5 %).

Grafik: Förde Sparkasse; Datensatz: Onlinebefragung 2021 unter 1003 TeilnehmerInnen. Auftraggeber: The Grounds-Rückerconsult & Industria Wohnen.

Fast ein Drittel ohne private Vorsorge

32,4 % der Befragten glaubt, dass die gesetzliche Rente für das spätere Auskommen im Ruhestand ausreichend sein wird. Das bedeutet, dass knapp ein Drittel der Bundesbürger sich gar nicht um eine zusätzliche private Altersvorsorge kümmert. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung eine recht risikobewusste Einstellung. Dabei ist auffällig, dass der Wunsch nach einer zusätzlich privaten Altersvorsorge auch mit dem Bildungsniveau und dem Einkommen der Befragten zusammenhängt. Das Gros (53 %) der Befragten, die keine private Altersvorsorge planen, sind Arbeiter oder Beamte. Letztere haben offenbar wenig Sorge, dass ihr Ruhegehalt nicht ausreichen könnte.

Zeichen der Zeit nicht erkannt  

Wiederum 18 % der Befragten versuchen noch immer über Sparbuch oder Tagesgeld auf einen grünen Vorsorge-Zweig zu kommen. Ein recht hoffnungsloses Unterfangen in Zeiten von Niedrigzinsen und hoher Inflation. Zwar gibt es erster Anzeichen, dass die Zinsen langfristig wieder steigen könnten wie die derzeitige „Tapering-Diskussion“ in den USA zeigt, doch noch wird in den USA und vor allem in Europa bei der EZB an der aktuellen Nullzinspolitik festgehalten.

Im Schnitt 100 bis 200 Euro pro Monat für später

Von denjenigen, die zusätzlich etwas vorsorgen, legen die meisten (12,3 %) 101 bis 250 Euro monatlich zurück und bei 9,7 % der Befragten liegt die monatliche Sparsumme bereits zwischen 251 und 500 Euro. Der Wunsch nach stärkerer privater Altersvorsorge ist unter den 18- bis 29-Jährigen am stärksten ausgeprägt.

Die Studie liefert noch weitere interessante Ergebnisse und ist hier abrufbar. https://www.rueckerconsult.de/download_file/1341/0

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