Anlegen im Ausland – Chance oder Risiko?

Stiftung Warentest klärt über Risiken bei der Geldanlage im Ausland auf

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Anlegen im Ausland

Es gibt viele Fragezeichen bei der Geldanlage im Ausland

Bei der Europäischen Zentralbank sind die Zinsen im Keller. Das wirkt sich auch auf die Zinsen auf Sparbüchern, Tagesgeldern und anderen Einlagen hierzulande aus. Es gibt jedoch Kreditinstitute aus anderen Ländern, die zum Teil mit höheren Zinssätzen werben.

Was Sie bei der Geldanlage im Ausland wissen sollten

Angenommen Sie haben Ihr Geld bei einem Finanzinstitut angelegt. Plötzlich geht es pleite. In der EU sind pro Sparer und Institut mindestens 100.000 Euro geschützt. Nach höchstens sieben Werktagen sollten Sie Ihr Geld zurückbekommen. Zumindest in der Theorie. Denn das sogenannte „Einlagensicherungssystem“ im jeweiligen Land müsste das Geld erstatten. Reicht das Geld darin nicht, ist aber noch nicht alles verloren. Das jeweilige Land müsste Ihnen das Geld zurückzahlen – solange es zahlungskräftig ist. Laut Stiftung Warentest ist deshalb nicht jede Einlagensicherung in der EU vertrauenswürdig. Sie ist nur vertrauenswürdig, wenn die drei größten Rating-Agenturen Bestnoten für die Finanzkraft des jeweiligen Landes gegeben haben.

Anlegen im Ausland

Was die Geldanlage in Deutschland auszeichnet

Deutschland gehört zu diesen vertrauenswürdigen Ländern. Außerdem gibt es in Deutschland neben der in der EU gesetzlich vorgeschriebenen Einlagensicherung eine zusätzliche, freiwillige Einlagensicherung. Die Institutssicherungen der Sparkassen-Finanzgruppe und der Genossenschaftsbanken sowie die freiwillige Einlagensicherung der privaten Banken sichern auch Beträge über 100.000 Euro ab.

Sicherheit oder Rendite?

Wer darüber nachdenkt, sein Geld im Ausland anzulegen, kommt nicht um folgende Frage herum: Ist mir Sicherheit oder eine hohe Rendite wichtiger? Die Entscheidung treffen letztlich Sie. Niemand kann sie Ihnen abnehmen.
Im Vermögensbarometer der Sparkassen des Jahres 2015 äußerten bundesweit insgesamt 1.900 Personen, welche drei Faktoren ihnen bei der Geldanlage am wichtigsten seien. Das Ergebnis: „Sicherheit“ lag auf Platz 1. Eine „hohe Rendite“ rangierte noch nach „Flexibilität“ und „Verfügbarkeit“ auf Platz 4. Sicherheit bieten wir Ihnen weiterhin … und hoffen, dass der Leitzins trotzdem bald wieder steigen wird.

Das Wechselkursrisiko beachten

Ausland Wechselkurs WährungLegt man nun sein Geld in Ländern an, die keinen Euro als Zahlungsmittel haben, schwingt immer ein Risiko mit – das Wechselkursrisiko oder auch Währungsrisiko, das die Sparer nicht unterschätzen sollten. Banken in Nicht-Eurostaaten bieten zwar oftmals deutlich höhere Zinsen an, als es derzeit bei uns der Fall ist. Die Anleger müssen dennoch jederzeit mit Verlusten durch den sich ändernden Wechselkurs rechnen.
Warum schwanken Wechselkurse eigentlich? Nun, sie werden beeinflusst von Befindlichkeiten, Erwartungen oder auch Ängsten. Diese Parameter sind manchmal begründet, manchmal nicht, oft jedoch unkalkulierbar, so dass man Veränderungen kaum bis gar nicht vorhersehen kann.

Welcher Anlagetyp bin ich?

Sie wollen Ihr Geld anlegen, wissen aber nicht genau, welche Anlagemethode am besten zu Ihren Vorstellungen passt? Dann sollten Sie einen Termin mit Ihrem Berater / Ihrer Beraterin vereinbaren, um Ihre individuellen Ziele und Wünsche bei der Wahl der Anlage zu berücksichtigen. Eine erste Orientierung ist unser Anlageprofilcheck, den Sie online in unserer Internet-Filiale finden.

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