Duales Studium: Das solltest du wissen

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Duales Studium

Das Ende deiner Schulzeit rückt langsam näher und du fragst dich, wie es nun weitergehen soll. Eine Ausbildung beginnen? Oder doch lieber ein Studium? Nun, warum nicht beides in einem? Ein duales Studium macht dies möglich. Bedingungen, Ablauf, Studienmodelle – wir informieren dich über alles, was du rund um das Thema duales Studium wissen musst.

Was ist ein duales Studium?

Duales StudiumEin duales Studium zeichnet sich vor allem durch drei Merkmale aus: Studium, Praxispartner und die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis. Der Praxispartner ist dabei meist ein Unternehmen, es kann jedoch auch eine soziale Organisation oder eine staatliche Einrichtung sein.

Vorlesungen an einer Hochschule oder Berufsakademie und das praktische Arbeiten in einem Unternehmen sind im dualen Studium stark miteinander verbunden. Diese Einheit ist im Rahmen des Ausbildungskonzeptes sowohl inhaltlich als auch organisatorisch und zeitlich aufeinander abgestimmt.

Studienmodelle

Wichtig ist, dass du dir vor der Wahl eines Studiengangs sicher bist, was du damit erreichen willst. Denn duales Studium ist nicht gleich duales Studium.

Ausbildungsintegriertes duales Studium: Bei dieser Form des dualen Studiums absolvierst du neben dem Studium an der Hochschule oder Berufsakademie auch eine Berufsausbildung in einem Betrieb. Für die Studienzeit wirst du freigestellt und besuchst Block-Semester à 10 Wochen (inklusive 1 Woche Prüfungen). Der Vorteil dabei: Am Ende deines Studiums verfügst du nicht nur über einen Hochschulabschluss, sondern auch über eine abgeschlossene Ausbildung.

Berufsintegriertes Studium: Wenn du deine Ausbildung bereits abgeschlossen hast, kannst du trotzdem ein duales Studium aufnehmen. So arbeitest und studierst du beispielsweise beim berufsintegrierten dualen Studium jeweils in Teilzeit oder auch in Vollzeit – in Absprache mit deinem Arbeitgeber.

Berufsbegleitendes Studium: Neben deinem Beruf kannst du auch berufsbegleitend studieren. Hochschule und Unternehmen müssen dabei nicht unbedingt zusammengehören. Kläre vorher mit deinem Arbeitgeber, ob ein berufsbegleitendes Studium möglich ist, denn du bist auf seine Unterstützung, z.B. durch Freistellungen für Prüfungen, angewiesen. Alternativ kannst du auch ein Fernstudium absolvieren, bei dem du deutlich flexibler bist.

Praxisintegriertes duales Studium: Bei diesem Studienmodell bist du neben deinem Studium als Langzeitpraktikant in einem oder sogar mehreren Unternehmen tätig.

Vor- und Nachteile

Egal ob „normales“ Vollzeitstudium, Fernstudium oder duales Studium: Jede Studienform hat ihre Vor- und Nachteile. Überlege dir also gut, welches Studium zu dir passt und ob du der jeweiligen Belastung durch das Lern- und Arbeitspensum gewachsen bist.

1+ Vorteile des dualen Studiums:

  1. Große Praxisnähe: Schon während der Studienzeit sammelst du jede Menge Berufserfahrung, mit der du in späteren Bewerbungsgesprächen gut punkten kannst. Zudem hast du eine gute Abwechslung zwischen Theorie und Praxis und kannst Gelerntes in deinen praktischen Ausbildungsabschnitten direkt anwenden.
  1. Mehrere Abschlüsse in kürzerer Zeit: Im ausbildungsintegrieren dualen Studium erwirbst du neben dem Bachelorabschluss zusätzlich einen staatlich anerkannten Berufsabschluss. Dies spart viel Zeit, denn für das Absolvieren von Berufsausbildung und Studium nacheinander würdest du mehr als doppelt so lange brauchen.
  1. Eigenes Gehalt: Dein Ausbildungs- bzw. Praxisunternehmen zahlt dir während des dualen Studiums in der Regel ein Ausbildungsgehalt. So lassen sich die anfallenden Studienkosten (z.B. Studiengebühren, Lehrmaterial, Miete etc.) leichter finanzieren.
  1. Gute Studienbedingungen: Häufig zeichnen sich Hochschulen und Berufsakademien, die duale Studienprogramme anbieten, durch hervorragende Studienbedingungen aus. Die Studiengruppen bestehen beispielsweise oft nur aus 15 bis 30 Studierenden.
  1. Sehr gute Übernahme- und Arbeitsmarktchancen: Mit dem Angebot dualer Studiengänge verfolgen viele Unternehmen vor allem ein Ziel: Qualifizierte Nachwuchsführungskräfte ausbilden – und behalten! So fällt also nach dem Abschluss meist die Jobsuche weg.

2 Nachteile des dualen Studiums:

  1. Hohe Arbeitsbelastung: Ständiger Wechsel von Praxisphasen, Berufsschule  und Studium: Ein duales Studium ist sehr arbeitsintensiv. Hinzu kommen die Prüfungen und Klausuren. Freistellungen für die vorherigen Lernphasen sind nicht die Regel und werden nur in einigen Unternehmen ermöglicht.
  1. Kein typisches Studentenleben: Mitten in der Woche lange Partys feiern? Jeden Tag ausschlafen? Wochenlange Semesterferien? Leider Fehlanzeige. Da Theorie und Praxis sehr eng getaktet sind, kannst du als dualer Student von diesen Annehmlichkeiten eigentlich nur träumen. Dir stehen zur Erholung nur die betrieblichen Urlaubstage zu (meist zwischen 25 und 30 freie Tage pro Jahr).
  1. Wenig Wissenschaftlichkeit: Durch den sehr hohen Praxisanteil im dualen Studium kommt an manchen Stellen die Wissenschaft, die ein Studium eigentlich auszeichnet, zu kurz. Solltest du während deiner Studienzeit merken, dass für dich auch eine spätere wissenschaftliche Laufbahn als Dozierender an einer Hochschule in Frage kommt, dann könntest du ggf. Schwierigkeiten bekommen, in diesen Bereich zu wechseln.
  1. Abbruch des dualen Studiums schwer möglich: Wenn du dich einmal für ein duales Studium entschieden hast, solltest du dieses auch zu Ende führen. Denn wenn du dein Studium abbrichst, kann dein (ehemaliger) Arbeitgeber  eine Rückzahlung der bis dato geleisteten Studiengebühren verlangen. Für „normale“ Studis hingegen lässt sich ein Fachwechsel oder sogar ein Studienabbruch verhältnismäßig einfach umsetzen.
  1. Festlegung auf einen Arbeitsbereich: In einem „normalen“ Vollzeitstudium ist es recht leicht, sich im Laufe des Studiums durch unterschiedliche Praktika oder die Wahl bestimmter Vertiefungsfächer eigene Schwerpunkte zu setzen. Im dualen Studium sieht es anders aus: Deine Praxisphasen absolvierst du in der Regel immer beim gleichen Unternehmen und spezialisierst dich. Ein Wechsel in einen anderen Bereich ist meist problematisch.

Duales Studium bei der Förde Sparkasse

Als leistungsstarker Abiturient oder Fachabiturient kannst du bei uns ein ausbildungsintegriertes duales Studium belegen. Du hast bereits nach nur drei Jahren eine abgeschlossene Berufsausbildung und einen europaweit anerkannten Bachelor-Abschluss. Die Vorlesungen finden parallel zur betrieblichen Ausbildung statt. Diese absol­vierst du größ­ten­teils in einer Filiale, nah an dei­nem Wohn­ort. Abwechs­lungs­reich wird deine Aus­bil­dung durch den Besuch ver­schie­de­ner Abtei­lun­gen in unse­rem Geschäfts­ge­biet (z.B. Fir­men­kun­den, Ver­si­che­rungs­ma­nage­ment). Die sechs Semester im Rahmen deines dualen Studienganges zum Bachelor of Arts absolvierst du an der Dualen Hochschule Schleswig-Holstein (DHSH) in Kiel:

Duales BWL Studium an der DHSH und im Unternehmen. Quelle: www.dhsh.de

Das zeichnet die Förde Sparkasse aus

duales Studium

  • gute Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten und sehr gute Über­nah­me­chance
  • beruf­li­che Per­spek­ti­ven mit viel­fäl­ti­gem per­sön­li­chen und fach­li­chen Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten
  • pra­xis­na­her Ein­satz in ver­schie­de­nen Abtei­lun­gen mit eigen­ver­ant­wort­li­cher Tätig­keit
  • gute Betreu­ung und kom­pe­tente Unter­stüt­zung wäh­rend der gesam­ten Aus­bil­dung
  • monatliche Ausbildungsvergütung (1.068,20 EUR brutto im 1. Jahr bis hin zu 1.177,59 EUR brutto im 3. Jahr)
  • 30 Tage Urlaub (+2 Tage Sonderurlaub für die IHK-Prüfung)

Übrigens: Du kannst bei uns auch zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann / zur Bankkauffrau absolvieren. Ein berufsbegleitendes Bachelor- oder Masterstudium ist dann zu einem späteren Zeitpunkt immer noch möglich.

Bewer­bungstipps

Der rich­tige Zeit­punkt dei­ner Bewer­bung ist wich­tig! Die Aus­bil­dungs­plätze der Förde Spar­kasse sind sehr beliebt, aber auch begrenzt. Daher bewerbe dich bitte mind. ein bis andert­halb Jahre im Vor­aus (Ausbildungsbeginn ist immer zum 01. August).

Die Bewer­bungs­un­ter­la­gen sind der erste Ein­druck, den wir von dir bekom­men. Bereite Sie gut vor. Das gehört in deine Bewer­bung:

Außer­dem, wenn vor­han­den:

  • Praktikums­beurteilungen
  • Urkun­den und Zer­ti­fi­kate

Rei­che deine Bewerbungs­unterlagen online hier ein: www.foerde-sparkasse.de/ausbildung

Wir freuen uns auf deine Bewerbung und hoffen, dich schon bald in einem persönlichen Bewerbungsgespräch näher kennenzulernen.

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