Seacycler – Die Förde Sparkasse fördert Deutschlands erstes E-Tretboot

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Seit ein paar Tagen steht ein 6 m x 2,5 m großer Glascontainer auf dem Parkplatz der Förde Sparkasse. Darin ist das erste E-Tretboot Deutschlands – der „Seacycler“ – ausgestellt. Das Start-Up „Mermade“ hat das erste Tretboot mit Elektroantrieb – den „Seacycler“ – entwickelt und die Förde Sparkasse unterstützt das Projekt finanziell. Im Design eines Motorbootes plant das Start-Up, das Boot im nächsten Jahr in Serie zu bringen.

seacycler
Deutschlands erstes E-Tretboot auf dem Parkplatz des S-Finanzzentrums Kiel

Wie kam es zu der Zusammenarbeit zwischen Mermade und der Förde Sparkasse?

Nachdem die Förde Sparkasse in ihrem Jubiläumsjahr (225 Jahre) bereits die SprottenFlotte um E-Bikes und E-Lastenräder erweitert hatte, stellte der Vorstandsvorsitzende Götz Bormann, damit das nächste Projekt vor, das auf nachhaltige Mobilität ausgerichtet ist und von der Förde Sparkasse unterstützt wird. „Die Idee eines E-Bikes auf den Sportbootbereich zu übersetzen, hat uns sofort überzeugt“, so Bormann. „Solche Überlegungen, die das Potenzial haben, Emissionen auch auf dem Wasser zu reduzieren, fördern wir sehr gerne.“

Wie funktioniert das E-Tretboot und wer darf es fahren?

Ähnlich wie bei einem E-Bike bestimmt die Intensität der Tretbewegung die Geschwindigkeit. Wenn zwei Passagiere sportlich in die Pedale treten, schafft der Seacycler eine permanente Fahrt von 8-12 Knoten, d.h. ca. 15-20 km/h. Das E-Tretboot kann führerscheinfrei mit einem 11 KW-Motor (15 PS) genutzt werden, für die 20 KW-Variante ist ein Sportbootführerschein erforderlich.

Und die Technik dahinter?

Die Lithium-Ionen Batterie ermöglicht bei einem Normalbetrieb einen Einsatz von ca. 4 Stunden. Durch das Treten der Passagiere wird sie jedoch permanent nachgeladen. „Der Seacycler verwendet sogenannten Second-Life-Akkus aus der Automobilindustrie“, so Mermade-Geschäftsführer Steffen Ehlert. „Diese können dort mangels Leistung nicht mehr verwendet werden; für einen Tretbetrieb im Seacycler werden sie aber noch lange zu nutzen sein.“

Die technischen Parameter im Detail:

  • Wasserlinie von ca. 4,50 Meter. Ca. 50 Zentimeter „Badeplattform“ ver-längern die Bootslänge oberhalb der Wasseroberfläche auf eine Gesamtlänge von ca. 5 Meter. 
  • Gesamtgewicht des Bootes ca. 450 kg mit Antriebskomponenten und Batterien. Der Batterieanteil beträgt davon etwa 65 kg. 
  • Zuladung: max. 200 kg 
  • Gewichtsverteilung: 200kg sitzen achtern der Mitte, alle Antriebskomponenten befinden sich in der vorderen Hälfte. 
  • Der Seacycler wird zugelassen in der Klasse D, für Binnen- und küsten-nahe Gewässer bis max. 40 cm Wellenhöhe 

Schon im September sollen die ersten Boote auf der Kieler Förde zum Einsatz kommen.

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