GründerCup – jetzt neu mit Nachhaltigkeitspreis

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In diesem Jahr läuft wohl fast alles ganz anders als sonst. Für viele Unternehmen war und ist die Corona-Pandemie eine große Herausforderung. Es gilt, umzudenken und Alternativen zu schaffen, um sich in dieser schwierigen Zeit selbst über Wasser halten zu können. Und so findet auch in diesem Jahr der bekannte GründerCup KielRegion statt – übrigens schon zum 17. Mal, nur eben anders als sonst.

Der GründerCup

Beim GründerCup KielRegion können sich Gründungsinteressierte, Start-ups, Gründer/-innen und Unternehmer/-innen aus der KielRegion (Kreis Plön, Kreis Rendsburg-Eckernförde und der Landeshauptstadt Kiel), die nicht älter als drei Jahre sind, mit ihrem Businessplan oder ihrer Idee bewerben. Zu gewinnen gibt es Preisgelder und individuelle Beratung durch Gründungsexperten und -expertinnen. So können gemeinsam die Businesskonzepte und Netzwerke überarbeitet und die Start-ups weiter vorangebracht werden.

Gerade in der Coronakrise benötigen die jungen Gründer/-innen jede mögliche Unterstützung sowie ein starkes Netzwerk. Veranstalter und Sponsoren des GründerCups setzen mit dem Wettbewerb ein Zeichen, um für Start-ups und junge Unternehmen aus der KielRegion da zu sein. In diesem Jahr wurde die neue Kategorie „KielRegion vs. Corona“ ins Leben gerufen. Es werden Unternehmen ausgezeichnet, die ihre Geschäftsidee mit kreativen Ansätzen in der Krise verfolgen und stützen.

Die Anmeldung mit Ihrem Businessplan oder Ihrer Idee ist bis zum 30. September hier möglich.

Neu: Der Nachhaltigkeitspreis

Kevin Bröde, Nachhaltigkeitsmanager der Förde Sparkasse
Kevin Bröde, Nachhaltigkeitsmanager der Förde Sparkasse.

Ebenfalls neu ist der Nachhaltigkeitspreis im Wert von 2.500 Euro. Dieser wird von der Förde Sparkasse finanziert und vergeben. „Die Förde Sparkasse begleitet die Menschen und Unternehmen ihrer Region bei dem Übergang in eine ressourcenschonende Zukunft“, erklärt Kevin Dominique Bröde, Nachhaltigkeitsmanager der Förde Sparkasse. „Dafür brauchen wir innovative Ideen und zukunftsfähige Geschäftsmodelle. Der Nachhaltigkeitspreis des GründerCups liefert aus meiner Sicht hierzu wichtige Impulse.“

NachhaltigkeitDie Förde Sparkasse hat sich dem Gemeinwohlauftrag verpflichtet. Nachhaltiges Handeln ist fest in unserer Geschäftsstrategie verankert. Nachhaltigkeit besteht für uns aus drei Säulen: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Dabei geht es vor allem darum, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen sowie Ressourcen effizient einzusetzen und gerecht zu verteilen.

Interview mit Marion Mayr-Tschofenig

Koordiniert wird der GründerCup KielRegion von der IHK Kiel und der Kieler Wirtschaftsförderung (KiWi). Die Gründungsberater der Kieler Wirtschaftsförderung unterstützen junge Unternehmer beim Start ihres eigenen Unternehmens: von der Entwicklung der Geschäftsidee bis hin zur Sondierung geeigneter Fördermöglichkeiten und der Suche nach Partnern und Kapitalgebern. Wir haben Marion Mayr-Tschofenig, Projektleiterin Gründung und Entrepreneurship bei der KiWi, ein paar Fragen zur Vergabe des Nachhaltigkeitspreises gestellt:

Woher kam die Idee, einen Nachhaltigkeitspreis ins Leben zu rufen?

Die Förde Sparkasse unterstützt den GründerCup KielRegion seit nunmehr 17 Jahren. Jährlich sponsert die Förde Sparkasse die Preise für drei Start-ups, die sich besonders hervortun mit ihrem Businessplan. Da nachhaltiges Denken und Wirtschaften heutzutage immer wichtiger werden, kam die Idee von den Vorständen der Förde Sparkasse, in diesem Jahr erstmalig Gründer/-innen mit einem nachhaltigen Business-Konzept auszuzeichnen.

Wie unterscheidet sich der Nachhaltigkeitspreis von den anderen Preisen bzw. Wettbewerben?

Porträt von Marion Mayr-Tschofenig
Marion Mayr-Tschofenig, Projektleiterin Gründung und Entrepreneurship bei der Kieler Wirtschaftsförderung.

Der Nachhaltigkeitspreis ist eine Preiskategorie im Businessplan-Wettbewerb. Weitere Preiskategorien sind Startup und Innovation. Die Jury prüft alle einegereichten Businesspläne und trifft eine Vorauswahl, welche Businesspläne in welche Preiskategorie passen. Der Nachhaltigkeitspreis 2020 sucht Gründer/-innen, die mit ihrem Unternehmen eine nachhaltige Entwicklung auf ökologischer, ökonomischer oder sozialer Ebene verfolgen. Das Unternehmenskonzept soll auf eines oder mehrere der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) ausgerichtet sein. Die Gründung soll ambitionierte Ziele mit einer umsetzungsfähigen Strategie verbinden und zur Verbesserung von Entwicklungsprozessen zu den Themen Umwelt, Bildung, Gesellschaft, Gesundheit, Klimaschutz, Mobilität, Technologie oder Ernährung beitragen.

Anhand welcher Kriterien wird der Nachhaltigkeitspreis vergeben?

Die Jury prüft alle Businesspläne und bewertet das Gründungsteam nach transparenten Kriterien, darüber hinaus wird  das Konzept für den Nachhaltigkeitspreis anhand folgender Kriterien geprüft:

  • Nachhaltigkeitsorientierung der Gründer/-innen 
  • Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit und der Wertschöpfungskette angestrebt werden (z.B. im Bereich Produktion, Lieferanten, Mitarbeiter, Kommunikation und Marketing).
  • Tragen die Produkte bzw. Dienstleistungen zu einer wichtigen Nachhaltigkeitsherausforderung bei?
  • Ist das Finanzierungsmodell tragfähig?

Generell gibt es für jede Kategorie einen Bewertungsbogen, der von allen Jury-Mitgliedern unabhängig voneinander ausgefüllt wird. Durch die Auswertung dieser Bewertungsbögen lassen sich dann die Gewinner/-innen auswählen.

Wird im Nachhinein noch überprüft, ob die angestrebten Ziele aus dem Businessplan erreicht bzw. geplante Maßnahmen eingehalten wurden?

Die Veranstalter des GründerCups stehen den Teilnehmer/-innen sowie den Gewinner/-innen auch nach dem Wettbewerb gerne weiter zum Austausch bereit, um bei Bedarf Hilfestellungen zu geben. So können beispielsweise gesetzte Ziele gemeinsam geprüft und angepasst werden. Eine Überprüfung, ob die Gründer/-innen ihren Businessplan so umsetzen, wie sie bei Teilnahme zum Wettbewerb angegeben haben, passiert aber nicht.

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