Berufsunfähigkeit – wie schütze ich mich richtig?

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Berufsunfähigkeit ist was für „die Alten“? Nicht wirklich!
Heutzutage wird schon jeder Vierte berufsunfähig. Die häufigste Ursache dafür sind psychische Erkrankungen wie Depressionen, Burnout oder Überforderung. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (z.B. unsere BU-Starter Plus) schützen Sie sich zuverlässig vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit.

Was sind die häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit?

Die Wahrscheinlichkeit, berufsunfähig zu werden, ist stark abhängig vom jeweiligen Beruf: Denn körperliche Arbeit birgt grundsätzlich ein höheres Risiko als ein Bürojob. Jedes Jahr erhebt die Ratingagentur Morgen & Morgen Ursachen für das Eintreten von Berufsunfähigkeit. Am seltensten müssen Menschen demnach aufgrund von Herz- und Gefäßerkrankungen ihre Arbeit aufgeben (7,03 %). Auch die Prozentzahl der Unfälle, die das Arbeitsleben beenden, ist verhältnismäßig gering (7,77 %). Krebs oder andere bösartige Geschwüre machen rund jede sechste Person berufsunfähig (17,05 %). Noch häufiger sind Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates Auslöser für eine Berufsunfähigkeit (20,89 %). Laut Statistik sind psychische Erkrankungen mit großem Abstand der häufigste Grund, warum Menschen berufsunfähig werden (29,65 %).

Wie funktioniert eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Als berufsunfähig gilt, wer krankheits-, unfall- oder invaliditätsbedingt voraussichtlich dauerhaft nicht dazu in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben (§ 172 Abs. 2 VVG). Um sich für diesen Fall abzusichern, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) empfehlenswert. Diese zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie nach Einschätzung der Versicherer zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig sind. Um das nachzuweisen, müssen Sie als Betroffener einige Unterlagen bei Ihrer Versicherung einreichen, z.B. Arztberichte. Wenn die Berufsunfähigkeit dann feststeht, bekommen Sie die vertraglich vereinbarte monatliche Rente ausgezahlt.

Auch für risikoreiche Hobbys kann je nach Anbieter ein höherer Beitrag verlangt werden.

Der Beitragsunterschied zwischen den verschiedenen Anbietern und auch für verschiedene Berufsgruppen ist jedoch erheblich. Denn der Beitrag wird von der Versicherung danach festgesetzt, für wie wahrscheinlich diese es hält, dass der Kunde tatsächlich berufsunfähig wird. Soziale und handwerkliche Berufe, bei denen die Beschäftigten hauptsächlich körperlichen Tätigkeiten nachgehen, sind klar im Nachteil.

Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, erhält eine staatliche Absicherung. Eine Erwerbsminderungsrente steht grundsätzlichen jedem, der in den vergangenen fünf Jahren mindestens 36 Monate in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, zu. Allerdings reicht diese für den Lebensunterhalt nur selten aus. Die Höhe Ihrer Erwerbsminderungsrente nach jetzigem Stand können Sie in Ihrer jährlichen Renteninformation einsehen.

Wichtig: Eine Erwerbsminderungsrente bekommen Sie nur unter der Bedingung, dass Sie keinem Beruf mehr nachgehen können. Ansonsten erfolgt eine Staffelung der Rente nach der täglich zu erbringenden Leistungsfähigkeit nach Stunden:

  • 6 oder mehr Stunden pro Tag arbeiten = keine Rente
  • 3 oder mehr Stunden = teilweise Erwerbsminderungsrente von 50 Prozent
  • weniger als 3 Stunden = vollständige Leistung

Deshalb ist es zwingend notwendig, privat für den Fall einer eintretenden Berufsunfähigkeit vorzusorgen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet dafür den umfassendsten Schutz, denn dort spielt es keine Rolle, aus welchem Grund Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Zudem ist es unwichtig, ob Sie noch in einem anderen Job arbeiten könnten. Im Gegensatz zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente zahlt eine BU auch bei psychischen Erkrankungen.

Was muss ich beim Beantragen einer Berufsunfähigkeitsversicherung beachten?

Für die Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung gilt: Je jünger und gesünder Sie sind, desto günstiger ist Ihr Beitrag. Ebenso ist das Risiko dafür geringer, dass Versicherer Sie ablehnen. Deshalb sollten Sie sich so früh wie möglich mit dem Thema Berufsunfähigkeitsversicherung befassen.

Viele BU-Renten fallen viel zu niedrig aus. Sie sollten darauf achten, dass die versicherte Summe reicht, um Ihre laufenden Kosten (z.B. Wohnung, Lebensmittel) zu decken. Außerdem muss die BU-Rente ausreichen, um weiter für das Alter vorzusorgen, da Sie nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, wenn Sie nicht mehr arbeiten können.

Tipp: Das Jahresende rückt näher. Daher kann es sinnvoll sein, sich mit dem Antrag zu beeilen. Denn bei einigen Versicherungen werden Sie als Versicherungsnehmer vertraglich stets an Silvester ein Jahr älter – und nicht an Ihrem tatsächlichen Geburtstag. Daher können die Beiträge höher ausfallen, wenn Sie erst im neuen Jahr den Vertrag abschließen.

Welche anderen Möglichkeiten gibt es zur Absicherung?

Mittlerweile gibt es einige Alternativen zur BU. Diese sind jedoch nicht in jedem Fall günstiger und bieten alle einen geringeren Schutz. Lassen Sie sich vor Abschluss eines solchen Vertrags am besten umfassend beraten.

Eine Übersicht der Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung finden Sie im Sparkasseblog.

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