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Aktienfonds statt Einzelwerte?

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Die Zahl der deutschen Aktionäre und Besitzer von Aktienfonds ist im vergangenen Jahr das vierte Mal nacheinander gestiegen. Im Jahresdurchschnitt lag sie um rund 250.000 höher als im Vorjahr, wie die jüngst veröffentlichte Studie „Aktionärszahlen 2018“ des Deutschen Aktieninstituts zeigt.

Quelle: DAI Studie: Aktionärszahlen des Deutschen Aktieninstituts 2018

Einen Mentalitätswandel der Deutschen?

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Dr. Holger Bahr, Leiter Volkswirtschaft bei der Deka

Dies kann Dr. Holger Bahr, Leiter Volkswirtschaft bei der Deka allerdings nicht feststellen. „Es stimmt: Fondssparpläne erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit, allerdings ändert das nichts daran, dass die Mehrheit der Deutschen weiterhin nicht an der Börse investiert ist und das Geld auf Sparbuch und Co durch die niedrigen Zinsen und die Inflation fortlaufend an Wert verliert. Von einem grundlegenden Wandel kann man also noch nicht sprechen. Viele Deutsche haben weiterhin die Angst, durch Wertpapiere Geld zu verlieren.“

Die Zahlen geben Bahr Recht

Nur jeder sechste Bundesbürger über 14 Jahre besitzt Aktien. In der Schweiz, England, den USA oder Skandinavien ist es oft jeder Zweite. Wir Deutschen bleiben also Aktienmuffel, so ist die allgemeine Experteneinschätzung über die Wertpapierkultur in Deutschland. Der leichte Aufwärtstrend bei Fonds erklärt sich der Deka Volkswirt Bahr mit der besseren Risikostreuung:  „Ein Fonds beinhaltet viele Wertpapiere. Dadurch reduziert sich das Risiko. Denn sollte eine einzelne Aktiengesellschaft Insolvenz anmelden, erleidet der Anleger dadurch bei einem Aktienfonds keinen Totalverlust, da er an einer Vielzahl von Unternehmen beteiligt ist.“

Quelle: DAI Studie: Aktionärszahlen des Deutschen Aktieninstituts 2018

Spielt eine gewisse Bequemlichkeit eine Rolle?

Die Frage stellt sich, denn neben der Risikostreuung haben Anleger den Vorteil, dass die Suche nach geeigneten Wertpapieren entfällt. Zumal dem einzelnen Anleger oft das Know-how und die Zeit fehlen, um sich detailliert mit der Vielzahl an Aktien zu beschäftigen.  „Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass das Fondsvermögen rechtlich ein Sondervermögen ist“, sagt Bahr und weiter: „Das bedeutet, dass selbst im Falle der Insolvenz der Kapitalverwaltungsgesellschaft, die den Fonds aufgelegt hat, das Fondsvermögen beim Anteilseigner verbleibt und nicht in die Insolvenzmasse des Instituts fließt. Für Aktienfonds besteht somit kein Emittenten-Risiko.“

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