Identitätsdiebstahl im Netz – Die Gefahren

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identität

Stellen Sie sich vor, Sie erhalten plötzlich Rechnungen und Mahnungen für Waren, die Sie nie bestellt und auch nicht erhalten haben. Dann sind Sie vermutlich das Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden. In diesem Fall sollten Sie sofort handeln.

Wie kann es dazu kommen? Um beim Fall des Warenkreditbetrugs zu bleiben: Möglicherweise hat ein Krimineller Ihr Passwort bei eBay oder Amazon in die Finger bekommen. Er lässt die Ware an eine Packstation oder eine fremde Adresse liefern, wo man ihn später nicht mehr erreichen kann. Die Rechnung oder Mahnung geht an den Inhaber des Online-Kontos, also an Sie.

Was sonst noch passieren kann

Ein Fremder nutzt in sozialen Netzwerken Ihren guten Namen, um Ihre Freunde um Geld anzubetteln. Überweisen sollen sie es ins Ausland, wo Sie angeblich gerade in Schwierigkeiten stecken. Besonders schlimmer Fall: Der Datendieb besorgt sich mit Ihrer Identität im Internet illegal Waffen oder Drogen. Wird er dabei erwischt, gibt er bei der Polizei Ihren Namen an und zunächst wird gegen Sie ermittelt. Oder ein Krimineller eröffnet mit Ihrem gestohlenen Personalausweis ein Bankkonto, das er überzieht.

Das müssen Sie jetzt tun:

  • Erstatten Sie sofort Anzeige bei der Polizei, wenn Sie den Missbrauch Ihrer Daten bemerken. Klären Sie die Unternehmen, die Forderungen an Sie stellen, über den Identitätsdiebstahl auf.
  • Melden Sie den Verlust Ihrer Bankdaten bei Ihrer Sparkasse oder Bank.
  • Informieren Sie die Behörden über gestohlene Dokumente wie Ausweis oder Krankenversicherungskarte.

So erkennen Sie Phishing-Mails

Betrügerische E-Mails erkennt man häufig schon an einem schlechten Design mit fehlenden Logos und Texten mit vielen Absätzen. Doch diese Phishing-Mails können auch täuschend echt aussehen. Allerdings gibt es einige Punkte, bei denen Sie stutzig werden sollten:

  • Absender (häufig sind die Absender von Phishing-Mails eher unseriöse Mailadressen wie sparkasse_kiel@gmail.com, sie sind grundsätzlich sehr allgemein gehalten, z.B. Sparkasse statt Förde Sparkasse)
  • Grammatik- und Orthografie-Fehler (meistens wurden die E-Mails nicht in Deutsch verfasst, sondern mit einem Übersetzungsdienst aus einer anderen Sprache übersetzt)
  • Mails in fremder Sprache (Sie können sicher sein, dass Sie E-Mails von Ihrer Bank/Sparkasse wenn überhaupt nur auf Deutsch bekommen)
  • Fehlender Name (Ihre Bank/Sparkasse und andere Geschäftspartner wie Online-Zahlungsdienste sprechen Sie in E-Mails grundsätzlich mit Ihrem Namen an und niemals mit „Sehr geehrter Kunde“)
  • Dringender Handlungsbedarf (Sie sollten stutzig werden, wenn Sie via E-Mail aufgefordert werden, ganz dringend und innerhalb einer kurzen Frist zu handeln)
  • Eingabe von persönlichen Daten (Ihre Bank/Sparkasse und Online-Zahlungsdienste werden Sie niemals in E-Mails um persönliche Daten wie PIN oder Passwörter bitten)
  • Aufforderung zur Öffnung einer Datei (Seien Sie misstrauisch bei E-Mails mit einem Dateianhang oder eingebundenen Download-Links, keinesfalls sollten Sie diese bei unerwarteten E-Mails öffnen/anklicken)
  • Bisher noch nie E-Mails von der Bank erhalten oder kein Kunde (Löschen Sie die Mail, wenn Ihre Bank/Sparkasse Ihnen nie E-Mails schickt oder ein anderer Dienstleister Sie kontaktiert, mit dem Sie keine Geschäftsbeziehung haben)

Aktuelle Phishing-Mails inklusive Screenshots finden Sie auch in unserer Internet-Filiale unter Sicherheit im Internet.

So beugen Sie vor

Nutzen Sie starke Passwörter – etwa, indem Sie sich einen längeren Satz ausdenken und das Passwort aus den ersten Buchstaben aller Wörter zusammensetzen. Verwenden Sie nie die gleichen Zugangsdaten für alle Online-Anwendungen.

Öffnen Sie keine E-Mails oder Anhänge von unbekannten Absendern. Geben Sie keine Benutzernamen oder Passwörter preis, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt. Dies gilt selbstverständlich auch für E-Mails, die scheinbar von der Sparkasse stammen. Es ist sicherer, eine Internetadresse von Hand einzugeben oder über gespeicherte Favoriten aufzurufen als über Links in E-Mails.

Schützen Sie Ihren Computer oder Ihr Handy, indem Sie Betriebssystem und Antivirensoftware aktuell halten. So haben es Kriminelle schwerer, an Ihre Daten zu kommen. Gehen Sie sparsam mit Ihren Daten um: Geben Sie persönliche Informationen nur weiter, wenn dies unbedingt erforderlich ist.

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