Wie sicher bin ich im Netz? 6 Tipps für Ihre Datensicherheit

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Aktuell ist der Begriff Datensicherheit wieder in aller Munde. Sensible Daten wie alte Rechnungen, Kopien von Ausweisdokumenten und Chatverläufe wurden von hunderten Prominenten und Politikern ins Netz gestellt. Mit diesen Daten lassen sich viele Schindluder treiben, also gilt es umso mehr, seine Daten im Internet bestmöglich zu schützen. Doch wie genau macht man das eigentlich? Wir haben 6 Tipps für Sie zusammengestellt.

1. Sichere Passwörter

Das A und O im Netz sind sichere Passwörter. Das ist eigentlich nichts Neues, dennoch sind auch 2018 wieder die folgenden Passwörter unter den TOP 10 der Deutschen gewesen:

  • 123456
  • passwort
  • master
  • hallo123

Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens acht Zeichen (je mehr, desto besser!), beinhaltet Ziffern, Sonderzeichen und Groß- und Kleinbuchstaben. Außerdem sollten Sie zusammenhängende Wörter im Passwort vermeiden. Lesen Sie hier mehr zur Wahl eines sicheren Passwortes.

2. Software regelmäßig aktualisieren

Installieren Sie die Updates Ihres Betriebssystems sowohl am heimischen Computer als auch auf Ihren mobilen Endgeräten. Die Entwickler beheben immer wieder Fehler und Sicherheitslücken.

Eine Firewall und ein stets aktuell gehaltener Virenscanner schützen ebenfalls vor Schadprogrammen und dem unrechtmäßigen Zugriff auf Ihre Daten von außen.

3. Weniger ist mehr

Wer mit seinen Daten hausiert, braucht sich heutzutage eigentlich nicht wundern, wenn sie über kurz oder lang in falsche Hände geraten. Identitätsdiebstahl kann jeden treffen. Oft reichen den Betrügern wenige Informationen, wie z. B. Name und Geburtsdatum, aus, um einen großen Schaden anzurichten. Darum seien Sie sparsam mit Ihren persönlichen Angaben! Daten, die Sie nicht herausgegeben haben, können auch nicht gestohlen und somit nicht missbraucht werden. Natürlich lässt sich diese Regel nur bedingt befolgen, denn für einige Profile und Nutzerkonten sind gerade solche sensiblen Daten Pflichtangaben. Doch in sozialen Netzwerken können Sie beispielsweise Ihr Geburtsdatum nur Ihren Freunden anzeigen lassen. Grundsätzlich gilt immer: Nehmen Sie jede Webseite und jeden Onlineshop gründlich unter die Lupe, bevor Sie irgendwelche Angaben von sich absenden und befüllen Sie nur die Pflichtfelder.

4. Überblick verschaffen

Wissen Sie eigentlich, wo Sie überall einen Zugang angelegt und einen Account haben? Waren Sie vor 5 Jahren vielleicht noch in einem Netzwerk angemeldet, das Sie schon ewig nicht mehr genutzt haben? Haben Sie einmal etwas in einem Onlineshop bestellt, und danach nie wieder? Mussten Sie damals ein Kundenkonto anlegen, um ein bestimmtes Programm herunterladen zu können?
Es gibt unzählige Gründe, mit persönlichen Daten „zu bezahlen“. Machen Sie doch einfach mal eine kleine Reise in die Vergangenheit und versuchen, Ihr digitales Ich überall aufzuspüren. Es werden Ihnen kaum alle Seiten einfallen, wo Sie einst Daten von sich hinterlassen haben, aber eine gewisse Selbstkontrolle kann nie schaden. Außerdem sollten Sie Ihren Namen regelmäßig in die gängigen Suchmaschinen wie Google und Yahoo eingeben, um zu erfahren, welche Informationen und auch Bilder über Sie öffentlich zugänglich sind. Ploppt beispielsweise ein Profil von Ihnen auf einer Seite auf, die Sie gar nicht mehr nutzen, versuchen Sie sich an Ihren Zugang zu erinnern (oder nutzen Sie die Funktion „Passwort vergessen“) und löschen Sie den Account.

5. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung

Sollte Ihr sicheres Passwort doch einmal geknackt werden, kann Sie ein zweiter Sicherheitscode vor der Katastrophe bewahren. Nach dem Login mit Ihrem Passwort wird bei der Zweifaktor-Authentifizierung ein weiterer Code abgefragt, welcher z. B. per SMS oder als Push-Nachricht auf ein anderes Endgerät übertragen wird. So gibt es eine zweite Hürde für Betrüger, die sicherstellen soll, dass Sie auch wirklich Sie sind. Viele große Anbieter wie Instagram, Google, Amazon und Apple bieten diese Lösung bereits an. Nutzen Sie sie!

6. Das E-Mail-Konto

Im aktuellen Fall fand der Betrüger – übrigens ein 20-Jähriger – viele sensible Daten in den E-Mails der prominenten Opfer. Wenn Sie einem Reiseanbieter beispielsweise eine Kopie Ihres Reisepasses zusenden sollen, ist diese Datei meist auch eine bestimmte Zeit in Ihrem Postausgang hinterlegt. Gerade mit Ausweisdokumenten können Betrüger Ihre Online-Zugänge kapern, weil den Plattformen und Online-Shops meist die Zusendung eines gültigen Ausweisdokuments als Authentifizierung ausreicht, um beispielsweise Passwörter zurückzusetzen. Löschen Sie also alle E-Mails (auch aus dem PostAUSgang), besonders die, die sensible Informationen und Dateianhänge enthalten.

Öffnen Sie keine E-Mails bzw. keine E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern. Diese enthalten oftmals Schadsoftware oder Viren, die es Betrügern möglich machen, auf die Daten Ihres Computers zuzugreifen und Informationen auszuspähen.

Auch Phishing ist und bleibt eine beliebte Betrugsmasche. Eine vermeintliche E-Mail Ihrer Bank informiert Sie z. B. über die Sperrung Ihres Girokontos. Diese Sperre kann aufgehoben werden, wenn Sie einem der Mail beigefügten Link folgen und dort persönliche Daten eingeben. Löschen Sie diese E-Mails und geben Sie keinesfalls irgendwelche Daten von sich preis. Am besten informieren Sie Ihre Bank! Zur Erinnerung: Die Förde Sparkasse würde Kontosperren oder ähnliche persönliche Angelegenheiten NIEMALS per E-Mail kommunizieren und erst recht keine persönlichen Daten abfragen!

Dies ist nur ein Beispiel. Eine ungewöhnliche Rechnung eines großen Online-Versandhändlers, ein Problem mit Ihrem Streaming-Konto etc. – die Liste der Szenarien, die Sie als Empfänger solcher E-Mails stutzig oder gar panisch machen soll, ist lang. Sind Sie unsicher, was die Echtheit einer E-Mail angeht, rufen Sie den vermeintlichen Versender am besten an und fragen nach, ob es Probleme mit Ihrem Zugang gibt. Die Telefonnummer finden Sie in den meisten Fällen über eine Suchmaschine oder auf der jeweiligen Homepage unter Kontakt.

Und besonders bei Ihrem E-Mail-Account sollten Sie für ein sehr sicheres Passwort sorgen!

Wenn Sie diese sechs Tipps beherzigen, sind Sie
bestmöglich vor Datenraub und -missbrauch geschützt.

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