Staub wirbelt auf, Reifen schneiden durch die Luft und aus Fremden werden schnell Gleichgesinnte. In Lohe-Föhrden ist ein Ort entstanden, der genau das möglich macht: ein Dirt-Jump-Park für alle, die Bewegung, Technik und Gemeinschaft schätzen. Realisiert wurde das Projekt durch engagierte Menschen vor Ort – mit Unterstützung der Stiftergemeinschaft der Förde Sparkasse.
Vom ungenutzten Gelände zur lebendigen Anlage
Noch bis Ende 2025 war die Fläche hinter dem Sportplatz eher unscheinbar und wurde zuletzt als Hundeschule genutzt. Doch im Januar 2026 fiel der Startschuss für eine komplett neue Idee: ein Dirt-Jump-Park für alle! Innerhalb von nur zwei Wochen wurden rund 2.500 Tonnen Erde und Lehm bewegt. Das Ergebnis ist ein vielseitiger Parcours mit abwechslungsreichen Streckenführungen, Sprüngen und Drops. Ein besonderes Highlight stellt die sogenannte „Drop-Batterie“ dar, die zusätzliche Herausforderungen bietet.
📍 Sandberg 13, 24806 Lohe-Föhrden

Am 11. April 2026 wurde die Anlage eröffnet und unmittelbar von rund 80 Bike-Begeisterten genutzt. Vom Laufrad bis zum Mountainbike waren unterschiedliche Altersgruppen und Erfahrungsstufen vertreten.
Inspiration aus dem Ausland
Eine besondere Rolle bei der Entstehung des Parks spielte der 15-jährige Michel. Er kennt solche Parks schon länger – allerdings nicht aus Deutschland, sondern aus Urlauben mit seinen Eltern in Dänemark. Dort gehören moderne Bikeparks in vielen Regionen einfach ganz selbstverständlich dazu. Die Begeisterung hat er mit nach Hause gebracht – und damit eine Idee: Warum nicht auch hier so einen Ort schaffen?
Nun gehört Michel nicht nur zu den regelmäßigen Nutzern der Strecke, sondern hat sich auch aktiv am Bau beteiligt. Sein Eindruck: „Mir gefällt es hier sehr gut, vor allem die Abwechslung von leicht zu schwer.“
Mehr als nur ein Sportangebot
Der Dirt-Jump-Park bietet vielfältige Möglichkeiten zur sportlichen Weiterentwicklung und fördert gleichzeitig den Austausch untereinander. Die Anlage richtet sich sowohl an Einsteiger:innen als auch an Fortgeschrittene und ermöglicht es, Fähigkeiten kontinuierlich auszubauen. Gleichzeitig entsteht ein Ort der Begegnung, an dem Erfahrungen geteilt und gemeinsame Erfolge erlebt werden.
Perspektivisch sind zudem Angebote geplant, die über das reine Fahren hinausgehen und Themen wie Technik, Sicherheit und nachhaltigen Umgang mit Material aufgreifen. Die Strecke wurde professionell angelegt und wird von engagierten Ehrenamtlichen betreut, sodass auch der Aspekt der Sicherheit eine zentrale Rolle einnimmt.
Engagement aus der Region

Hinter dem Projekt stehen zahlreiche engagierte Personen, die ihre Ideen und ihre Zeit eingebracht haben. Besonders hervorzuheben ist Patrick Zuch, der als Initiator, Vater und treibende Kraft maßgeblich zur Umsetzung beigetragen hat. Auch Sven Carstens, Bürgermeister von Lohe-Föhrden, hat das Vorhaben auf kommunaler Ebene unterstützt und damit wichtige Voraussetzungen geschaffen. Gemeinsam verfolgen sie eine klare Vision: Einen Ort schaffen, an dem junge Menschen wachsen – sportlich und persönlich.
Unterstützung, die Wirkung zeigt
Die Förde Sparkasse hat das Projekt von Beginn an begleitet und unterstützt, indem sie finanzielle Mittel in Höhe von 5.000 Euro aus der Stiftergemeinschaft bereitgestellt hat. Außerdem haben wir den Austausch mit lokalen Partnern gefördert und zur Bekanntmachung des Dirt-Jump-Parks beigetragen. Auf diese Weise konnte aus einer Idee ein lebendiger Treffpunkt für die Region entstehen.
Blick in die Zukunft
Die Entwicklung des Dirt-Jump-Parks ist jedoch noch nicht abgeschlossen. In den kommenden Monaten sind weitere Maßnahmen vorgesehen, die das Angebot kontinuierlich erweitern sollen. Geplant sind unter anderem ein Werkstatt- und Lagercontainer sowie Veranstaltungen und Bike-Camps, die den Gemeinschaftsgedanken stärken. Auch Themen wie Inklusion, Umweltbewusstsein und Erste Hilfe sollen künftig stärker berücksichtigt werden.
Lohe-Föhrden – ein Ort mit Perspektive
So entsteht in Lohe-Föhrden Schritt für Schritt mehr als nur ein Bikepark. Der neue Treffpunkt entwickelt sich zu einem Ort der Begegnung, der Bewegung und der persönlichen Entwicklung. Das zugrunde liegende Ziel bleibt dabei klar: Räume zu schaffen, in denen Kinder und Jugendliche gestärkt werden und Gemeinschaft aktiv erleben können.















