Ehrenamt – was es bedeutet, sich ehrenamtlich zu engagieren

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ehrenamt

Die große Überschrift #AllemGewachsen steht im Monat März ganz im Zeichen des Ehrenamtes. Ehrenamt bedeutet im ursprünglichen Sinn ein Engagement in öffentlichen Funktionen. Der Begriff wird häufig mit „bürgerlichem Engagement“ oder „Freiwilligentätigkeit“ gleichgesetzt.

Grundsätzlich wird unter einer ehrenamtlichen Tätigkeit ein uneigennütziges Handeln verstanden, bei dem eine Einzelperson oder eine Gruppe unentgeltlich und freiwillig im Interesse der Gesellschaft arbeitet. Diese Tätigkeit kann sowohl regelmäßig, als auch sporadisch nach Bedarf erfolgen. Allgemein werden ehrenamtliche Tätigkeiten nicht vergütet, mitunter fällt jedoch eine Aufwandsentschädigung für den/die Tätigen an. Bei der Ausübung eines Ehrenamtes handelt es sich nicht um ein Arbeitsverhältnis, was zur Folge hat, dass ehrenamtlich Tätige kein Recht auf Kündigungsschutz haben.

Im Jahr 2017 gab es in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre rund 14,89 Millionen Personen, die ein Ehrenamt hatten bzw. unentgeltlich in einer Bürgerinitiative, einem Sportverein, einer sozialen Organisation oder Ähnlichem tätig waren.

Quelle: statista.com

Rund 43% aller Schleswig-Holsteiner engagieren sich ehrenamtlich – das sind ca. eine Million Menschen, die sich für ihre Region und Mitmenschen einsetzen.

Beispiele für Ehrenämter:

  • Helfer/in bei Wahlen (z.B. als Stimmauszähler/in)
  • Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr
  • THW-Helfer
  • Mitglieder von Betriebs- oder Personalräten
  • Amtsträger und aktive Mitglieder eines Vereins
  • u.v.m.

Viele Bereiche, wie z.B. die Betreuung von kranken und alten Menschen sowie von Kindern, aber auch Engagement im Tier- und Naturschutz, Telefonseelsorge, Jugendarbeit, Hilfsorganisationen und Nachhilfe-Angebote, würden ohne ehrenamtliche Unterstützung oft nicht funktionieren.

Ehrenamt wird in Deutschland gefördert

Es gibt beispielsweise gesetzliche Regelungen, dass in der Jugendhilfe tätige Personen wöchentlich für diese Tätigkeit von ihrem Arbeitgeber freizustellen sind. Auch Sonderurlaub ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die eventuellen Aufwandsentschädigungen für ehrenamtlich tätige Personen sind bis zu einem bestimmten Rahmen steuerfrei. Viele Organisationen/Vereine versichern ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter gegen Unfall- und Haftpflichtschäden. Ehrenamtlich Beschäftigte im Bereich der Jugendarbeit haben in einigen Bundesländern Anspruch auf eine Entschädigung für einen möglichen Verdienstausfall.

Was motiviert die ehrenamtlich Arbeitenden?

Man kann die unterschiedlichsten Motive für ehrenamtliches Engagement haben, wie beispielsweise den Drang, an einer Sache, die einem wichtig ist, mitzuwirken. Viele ältere Menschen arbeiten ehrenamtlich, weil sie als Rentner mehr Zeit haben und sich einen sinnvollen Zeitvertreib wünschen. Durch bestimmte Ehrenämter kann man seine Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern oder in andere berufliche Tätigkeitsfelder hineinschnuppern. Einige Vereinsmitglieder verbinden ihr Ehrenamt häufig mit ihrem Hobby, indem sie z.B. ehrenamtlich eine bestimmte Sportart als Trainer/in oder Übungsleiter/in anbieten.

An wen wende ich mich, wenn ich ehrenamtlich tätig werden möchte?

In Kiel ist für alle Fragen rund um das Thema Ehrenamt das „netteKieler Ehrenamtsbüro“ zuständig. Dieses finden Sie im neuen Rathaus in der Andreas-Gayk-Straße. Auch online gibt es zahlreiche Informationen zum Ehrenamt in Schleswig-Holstein, beispielsweise auf dem Internetportal „engagiert in SH“.

3 KOMMENTARE

  1. Liebe Sparkasse,

    ein Ministerium mit der im Text genannten Bezeichnung gibt es aber seit der letzten Landtagswahl nicht mehr 😉

    • Hallo Thomas,
      da haben Sie natürlich Recht. Danke für den Hinweis, wir haben das geändert. Schönes Wochenende 🙂

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