Einbruchschutz – Tipps, die das Zuhause sicherer machen

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Die dunkle Jahreszeit hat begonnen und damit auch die Hochsaison für Einbrecher. Einbruchschutz sollte daher gerade jetzt eine große Rolle spielen. Insgesamt wurden laut Kriminalstatistik im Jahr 2019 rund 87.000 Einbruchsfälle (einschließlich der Einbruchsversuche) erfasst. Das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, wo es noch rund 97.500 Fälle waren. Die Aufklärungsquote lag 2019 bei 17,4 Prozent. Die Einbrecher verursachten im vergangenen Jahr einen Schaden (nur Diebesgut/Beute) von 291,9 Millionen Euro.

Eingebrochen wurde meist über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- bzw. Fenstertüren. Was kann man tun, um die Gefahr eines Einbruchs zu minimieren oder gar zu verhindern? Wir möchten Ihnen ein paar nützliche Einbruchschutz-Tipps mit auf den Weg geben, wie Sie Ihre 4 Wände bestmöglich absichern können.

Einbruchschutz: Tipps für den Alltag

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, einem Einbruch vorzubeugen:

  • Auch wenn Sie nur kurz das Haus oder die Wohnung verlassen: Schließen Sie immer Ihre Eingangstür zweifach ab – einfaches Zuziehen reicht nicht aus.
  • Im Mehrfamilienhaus: Regeln Sie mit Ihren Nachbarn, dass die Haustür abends ab einer bestimmten Uhrzeit immer abgeschlossen sein soll.
  • Verstecken Sie Ihren Haustürschlüssel niemals draußen. Ob im Blumentopf, unter der Türmatte oder zwischen den Ziersteinen: Einbrecher kennen alle gängigen Außenverstecke und schauen dort zuerst nach.
  • Kippen Sie Fenster niemals an, wenn Sie nicht zu Hause sind. Das ist wie eine Einladung für Einbrecher. Mit dem richtigen Werkzeug ist das Fenster sekundenschnell geöffnet und der Dieb gelangt ins Haus.
  • Schließen Sie Rollläden nur zur Nachtzeit. Tagsüber geschlossene Rollos signalisieren: Hier ist gerade niemand da.
  • Bitte beachten Sie: Leitern, Mülltonnen oder Gartenmöbel bieten Einbrechern eine Kletterhilfe, mit der sie an höher gelegene Fenster oder auf Ihren Balkon kommen können.
  • Lassen Sie Wertgegenstände wie Bargeld und Schmuck nicht offen herumliegen. Für diese Gegenstände bietet sich ggf. ein versichertes Schließfach an.
  • Stellen Sie sich mit Ihren Nachbarn gut: In einer aufmerksamen Nachbarschaft haben es Einbrecher deutlich schwerer, unbemerkt zu bleiben. Achten Sie deshalb auf Fremde auf dem Grundstück nebenan oder im Hausflur.
  • Öffnen Sie Ihr Heim nicht jedem: Prüfen Sie über Ihre Gegensprechanlage oder Ihren Türspion, wer an Ihrer Tür klingelt. Das ist insbesondere in einem Mehrfamilienhaus wichtig. Denn ist der Einbrecher erstmal im Hausflur, hat er oft leichtes Spiel.

Sicherheitstipps für den Urlaub

Wenn Sie länger verreist sind, sollten Sie außerdem diese Ratschläge beherzigen:

  • Hinterlassen Sie keine Abwesenheitsnotiz auf Ihrem Anrufbeantworter. Und auch wenn es schwer fällt: Verzichten Sie während Ihrer Reise auf freudige Urlaubsnachrichten und Bild-Posts auf Facebook und Co.. Einbrecher erfahren sonst, dass Sie nicht zu Hause sind.
  • Schreiben Sie nicht für jeden sichtbar Ihre Kontaktdaten aufs Gepäck, sondern verwenden Sie blicksichere Kofferanhänger.
  • Auch ein überquellender Briefkasten ist für Einbrecher ein Hinweis, dass Sie längere Zeit abwesend sind. Bitten Sie deshalb Ihre Familie, Freunde oder Nachbarn, regelmäßig Ihre Post herauszunehmen.
  • Täuschen Sie Anwesenheit vor: Steuern Sie zum Beispiel das Licht oder Fernsehsimulatoren mithilfe von Zeitschaltuhren. Lassen Sie ein paar ältere Schuhe vor der Eingangstür stehen. Und bitten Sie Ihren Nachbarn, sein Auto ab und zu in Ihrer Einfahrt zu parken.

Schwachstellen absichern

Zusätzlich zu diesen Verhaltenstipps lohnen sich auch mechanische und elektronische Mittel für einen sinnvollen Einbruchschutz. Immerhin scheitern laut Kriminalstatistik rund 40 Prozent aller Einbrüche an vorhandenen Sicherheitstechniken. Dabei sollten Sie zunächst dort ansetzen, wo Einbrecher am häufigsten einsteigen:

  1. Machen Sie Ihre Türen und Fenstern sicher. Die meisten Einbrecher gelangen ins Haus oder in die Wohnung, indem sie Türen und Fenster aufhebeln. Dafür brauchen sie meist nur wenige Augenblicke. Viele Eingangstüren lassen sich sogar nur durch körperliche Gewalt und ganz ohne Werkzeug aufbrechen. Bei einer einbruchhemmenden Tür sind typische Schwachstellen wie Türblatt, Rahmen oder Verglasung verstärkt. Sie ist deshalb deutlich widerstandsfähiger.
  2. Auch ein gutes Schloss sorgt für Sicherheit. Einbruchhemmende Türschlösser mit speziellen Zylindern, Schutzbeschlägen und Schließblechen machen es Einbrechern schwer, in Ihr Eigenheim zu gelangen. In jedem Fall braucht der Dieb deutlich länger, um die Tür aufzubekommen. Die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, steigt. Dadurch lassen sich viele abschrecken und suchen sich ein einfacheres Ziel. Zusätzlich können Sie Ihre Eingangstür auch mit einem Sperrbügel oder Querriegelschloss schützen. Ein Weitwinkelspion sorgt ebenfalls für mehr Sicherheit.
    Tipp für eine Eigentümergemeinschaft: Überlegen Sie doch gemeinsam mit den anderen Wohnungsbesitzern, ob Sie vielleicht eine Videosprechanlage an der Haustür anbringen. So lässt niemand versehentlich fremde Personen ins Haus. Und falls Sie mal Ihren Schlüssel verlieren, gehen Sie lieber auf Nummer sicher und tauschen Sie das Schloss aus.
  3. Insbesondere bei Fenstern im Erdgeschoss oder bei Terrassentüren sollten Sie auf hohe Sicherheit achten. Einbruchhemmende Fenster haben sehr stabile Rahmen, die fest mit dem Mauerwerk verbunden sind. Außerdem besitzen sie Scheiben aus Sicherheitsglas und abschließbare Griffe. Sie können Ihre Fenster auch mithilfe von aufschraubbaren Zusatzschlössern sichern. Bei Kellerfenstern sind außen angebrachte Gitter empfehlenswert. Schützen Sie Ihre Fenster nachts zusätzlich mit heruntergelassen, widerstandsfähigen Rollläden. Achten Sie bei der Wahl von einbruchhemmenden Türen und Fenstern auf die ausgewiesenen Qualitätssiegel und Widerstandklassen. Empfehlenswert sind Türen und Fenster mit der Widerstandklasse RC2 nach DIN EN 1627. Unterstützung bei der Auswahl bekommen Sie bei polizeilichen Beratungsstellen oder Fachbetrieben.

Übrigens: Die beste Technik nützt wenig, wenn sie nicht fachgerecht eingebaut wird. Lassen Sie die Fenster und Türen daher nur von Experten einsetzen.

Das Grundstück absichern

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Grundstück nicht einladend auf Einbrecher wirkt. Mit einem Gartenzaun schaffen Sie eine erste Barriere, die ungebetene Gäste erst einmal überwinden müssen. Schließen Sie Ihr Hof- oder Gartentor immer sorgfältig ab. Ein Schild mit dem Hinweis „Achtung Wachhund“ am Tor kann abschreckend wirken. Der Einbrecher weiß ja schließlich nicht, dass Sie lediglich liebenswürdige und gänzlich ungefährliche Meerschweinchen besitzen. Verzichten Sie auf hohe Hecken und Sträucher, da sie ungebetenen Gästen Sichtschutz bieten. Investieren Sie außerdem in eine gute Beleuchtung Ihres Grundstücks. Insbesondere auf Ihrem Zugangsweg und an den Türen sollten Sie für genügend Licht sorgen. Sie können dafür auch Lampen mit Bewegungsmeldern verwenden.

Alarmanalage

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Überfall- und Einbruchmeldeanlagen sind eine gute Ergänzung zu mechanischen Sicherungen. Sie verhindern einen Haus- oder Wohnungseinbruch nicht, können aber helfen, den Täter auf frischer Tat zu erwischen. Denn die meisten Systeme schlagen
erst Alarm, wenn der Einbrecher bereits auf dem Grundstück ist oder sich Zugang zum Haus oder zur Wohnung verschafft. Die Geräte arbeiten beispielsweise mit Infrarot-Lichtschranken und Bewegungs-, Öffnungs- oder Durchbruchmeldern. Durch Licht- und Tonsignale machen Alarmanlagen Nachbarn oder Passanten auf den Einbrecher aufmerksam. Häufig lässt dieser sich davon abschrecken und sucht (im besten Fall ohne Beute) das Weite. Wenn Sie in eine Alarmanlage investieren möchten, sollten Sie auf eine hohe Qualität achten. Minderwertige Anlagen, die zum Beispiel auch bei Hagel oder der herumschleichenden Nachbarkatze anspringen, bringen wenig. Ruft jemand aufgrund eines Fehlalarms die Polizei, müssen Sie dafür zahlen. Schlägt Ihre Anlage öfter unnötig aus, reagieren Ihre Nachbarn im wirklichen Ernstfall vielleicht gar nicht mehr und Sie haben ohne Mehrwert in einen vermeintlichen Einbruchschutz investiert..

Smart-Home-Systeme

Einbruchschutz dank digitaler Vernetzung: Mithilfe eines Smart-Home-Systems können Sie Anwesenheit vortäuschen und so Einbrecher abschrecken. Über eine App auf Ihrem Smartphone können Sie beispielsweise das Licht in verschiedenen Räumen
an- und ausschalten. Sie können auch den Fernseher steuern, die Musikanlage bedienen oder Rollläden hoch- und runterfahren.
Smart-Home-Systeme arbeiten außerdem mit Einbruchmeldeanlagen. Wenn der Bewegungsmelder anspringt, bekommen Sie eine Warnnachricht auf Ihr Smartphone. Sie können dann aus der Ferne aktiv werden und Ihre Nachbarn oder die Polizei anrufen.
Doch Achtung: Ein Smart-Home-System ist nur so sicher, wie Ihr Internetzugang und Ihr PC oder Smartphone. Damit sich niemand unbefugt Zugriff auf Ihr System verschafft, müssen Sie sehr sichere Passwörter verwenden. Außerdem sollten Sie Ihre Sicherheitssoftware immer auf dem neuesten Stand halten.

So finanzieren Sie Ihre Sicherheitstechnik

Wenn Sie in Einbruchschutz investieren, können Sie dafür staatliche Fördermittel nutzen. Bei der KfW bekommen Sie Zuschüsse oder besonders zinsgünstige Kredite. Wichtig ist, dass Sie den Antrag stellen, bevor Sie Ihre geplanten Maßnahmen umsetzen. Wir helfen Ihnen gern dabei und beraten Sie rund um Ihre Einbruchschutz-Finanzierung. Vereinbaren Sie dafür einfach einen Termin mit uns.

2 KOMMENTARE

  1. Vielen Dank für den informativen Beitrag über Einbruchschutz für Zuhause. Mein Bruder möchte sein Haus auch Einbruchssicher machen, nachdem bei seinem Nachbarn eingebrochen wurde. Er wird eine Firma für Sicherheitstechnik für Zuhause diesbezüglich ansprechen. Gut zu wissen, dass Leitern, Mülltonnen oder Gartenmöbel Einbrechern Kletterhilfe bieten können, da sie mit diesen an höher gelegene Fenster oder auf Balkone kommen können. https://www.kaiserstuehler-sicherheitstechnik-endingen.de/freiburg-im-breisgau

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