Rebalancing – auf Deutsch „Neuausrichtung“ oder „Portfolio‑Umstrukturierung“ – bezeichnet den gezielten Vorgang, ein bereits bestehendes Anlageportfolio wieder in die ursprünglich festgelegte oder gewünschte Gewichtung der einzelnen Wertpapiere bzw. Anlageklassen zu bringen.
Rebalancing: Neuausrichtung
Rebalancing bedeutet, dass ein Geldanlage‑Portfolio wieder so zusammengestellt wird, wie es ursprünglich geplant war. Stellen Sie sich vor, Sie haben sich vorgenommen, Ihr Geld zu 60 % in Aktien und zu 40 % in Anleihen zu stecken. Wenn die Aktien dann stärker steigen als die Anleihen, kann das Wertpapier-Portfolio plötzlich zu 70 % aus Aktien und nur zu 30 % aus Anleihen bestehen. Das ist nicht mehr das, was Sie sich ausgesucht haben – das Risiko ist höher geworden. Beim Rebalancing verkaufen Sie einen Teil der übergewichteten Aktien und kaufen dafür mehr Anleihen, sodass das Verhältnis wieder bei 60 % / 40 % liegt. So bleibt das Risiko im gewünschten Rahmen und Sie verfolgen Ihre langfristigen Ziele.
Beispiel
Anna hat einen Sparplan mit 10 000 Euro, davon 6 000 Eueo in Aktien und 4 000 Euro in Anleihen (60 % / 40 %). Nach einem Jahr sind ihre Aktien um 20 % gestiegen, die Anleihen bleiben unverändert. Jetzt hat Anna 7.200 Euro in Aktien und 4.000 Euro in Anleihen – das sind rund 64 % Aktien und 36 % Anleihen. Sie entscheidet sich, 200 Euro Aktien zu verkaufen und dafür 200 Euro Anleihen zu kaufen. Damit ist ihr Portfolio wieder im geplanten 60 % / 40 % Verhältnis.
Fazit
Rebalancing ist ein zentraler Baustein einer disziplinierten Anlagestrategie. Es sorgt dafür, dass das Portfolio stets im Einklang mit dem vereinbarten Risiko‑ und Renditeziel bleibt, schützt vor ungewollten Risiko‑Aufstockungen und unterstützt die Erreichung langfristiger Finanzziele.















