Jeden Tag verbrauchen wir Ressourcen: Energie, Lebensmittel, Holz, Wasser oder Rohstoffe für Kleidung, Smartphones und Autos. Die Erde kann viele dieser Ressourcen erneuern – aber eben nicht unbegrenzt. Genau darauf macht der sogenannte Earth Overshoot Day aufmerksam. Er markiert den Tag, an dem die Menschheit weltweit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat, die unser Planet innerhalb eines Jahres regenerieren kann. 2025 lag dieser Tag bereits auf dem 24. Juli.
Wer steckt hinter dem Earth Overshoot Day?
Berechnet wird der Earth Overshoot Day vom internationalen Forschungsnetzwerk Global Footprint Network. Die Organisation analysiert seit vielen Jahren den weltweiten Ressourcenverbrauch und vergleicht ihn mit der sogenannten Biokapazität der Erde – also mit der Fähigkeit unseres Planeten, natürliche Ressourcen zu erneuern und CO₂ wieder aufzunehmen.
Grundlage dafür sind umfangreiche Daten, unter anderem von den Vereinten Nationen. Aus diesen Daten wird der sogenannte „ökologische Fußabdruck“ berechnet. Einfach erklärt zeigt dieser Fußabdruck: Wie viel Fläche der Mensch benötigt, um seinen Lebensstil dauerhaft zu ermöglichen – etwa für Nahrung, Energie, Rohstoffe, Wälder oder Infrastruktur. Je größer der Verbrauch, desto früher fällt der Overshoot Day.
Weltweiter Earth Overshoot Day und deutscher Overshoot Day: Wo liegt der Unterschied?
Oft wird vom Earth Overshoot Day gesprochen – also vom weltweiten Datum. Doch zusätzlich berechnet das Global Footprint Network auch sogenannte Country Overshoot Days für einzelne Länder. Diese Tage zeigen: Wann die Ressourcen der Erde aufgebraucht wären, wenn alle Menschen weltweit so leben würden wie die Bevölkerung des jeweiligen Landes.
Für Deutschland fällt dieser Tag 2026 bereits auf den 10. Mai.
Das bedeutet: Würde die gesamte Welt so viele Ressourcen verbrauchen wie Deutschland, bräuchten wir fast drei Erden, um den Bedarf dauerhaft zu decken. Der deutsche Overshoot Day liegt damit deutlich früher als der weltweite Earth Overshoot Day. Und genau das macht die globale Ungleichheit beim Ressourcenverbrauch sichtbar.
Deutschland verbraucht deutlich mehr als der Durchschnitt
Deutschland gehört zu den Industrieländern mit einem vergleichsweise hohen Ressourcenverbrauch. Gründe dafür sind unter anderem:
- hoher Energiebedarf
- intensiver Konsum
- CO₂-intensive Mobilität
- großer Rohstoffverbrauch
- hoher Flächenverbrauch
Besonders stark wirkt sich dabei der Ausstoß von Treibhausgasen aus. Laut Global Footprint Network macht der CO₂-Fußabdruck den größten Anteil am weltweiten ökologischen Fußabdruck aus.
Was bedeutet das konkret?
Der Earth Overshoot Day heißt natürlich nicht, dass ab diesem Tag plötzlich keine Ressourcen mehr vorhanden sind. Vielmehr leben wir ab dann rechnerisch über die ökologischen Möglichkeiten unseres Planeten hinaus.
Wir verbrauchen also mehr:
- als nachwachsen kann,
- als Böden regenerieren können,
- als Wälder aufnehmen können,
- oder als sich Ökosysteme langfristig erholen können.
Die Folgen sind bereits heute sichtbar:
- Klimawandel
- Artensterben
- Wasserknappheit
- Abholzung von Wäldern
- Überfischung der Meere
- Verlust fruchtbarer Böden
Können wir den Earth Overshoot Day wieder nach hinten verschieben?
Ja – und genau darum geht es bei vielen Nachhaltigkeitsinitiativen weltweit. Unter dem Motto „#MoveTheDate“ sammelt das Global Footprint Network Ideen und Lösungen, um den Ressourcenverbrauch zu senken. Schon kleine Veränderungen können langfristig Wirkung zeigen:
- bewusster konsumieren
- Energie sparen
- nachhaltiger mobil sein
- Lebensmittelverschwendung vermeiden
- langlebige Produkte nutzen
Auch Unternehmen und Finanzinstitute können einen Beitrag leisten – etwa durch nachhaltige Investitionen, energieeffiziente Prozesse oder die Förderung regionaler Projekte.
Auch die Förde Sparkasse nimmt das Thema ernst
Nachhaltigkeit spielt auch für die Förde Sparkasse eine wichtige Rolle. Denn als regionales Finanzinstitut sehen wir es als unsere Verantwortung, die nachhaltige Entwicklung in unserer Region aktiv mitzugestalten.
Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, nachhaltiger zu werden – sowohl im eigenen Geschäftsbetrieb als auch gemeinsam mit unseren Kund:innen. Dafür haben wir unter anderem ein eigenes Team für strategisches Nachhaltigkeitsmanagement aufgebaut. Wie weit wir auf diesem Weg bereits gekommen sind, zeigt auch der Nachhaltigkeits-Kompass. Dort gehört die Förde Sparkasse bundesweit erneut zu den bestbewerteten Sparkassen. Nachhaltigkeit bedeutet für uns aber nicht nur Strategie und Zahlen. Gemeinsam mit vielen Mitarbeiter:innen haben wir beispielsweise in Bönebüttel einen neuen Klimawald mit mehr als 7.500 Bäumen gepflanzt – als Beitrag für Klima- und Artenschutz direkt vor Ort.
Weitere Informationen rund um unser Nachhaltigkeitsengagement finden Sie außerdem auf unserer Nachhaltigkeitsseite. Zusätzlich haben wir auch spezielle Angebote für Unternehmen, um sich nachhaltiger, resilienter und zukunftssicherer aufzustellen.
Nachhaltigkeit beginnt im Alltag
Der Earth Overshoot Day erinnert uns daran, dass nachhaltiges Handeln kein abstraktes Zukunftsthema ist. Es betrifft unseren Alltag – und unsere gemeinsame Verantwortung. Denn je später dieser Tag im Kalender liegt, desto besser gelingt es uns, innerhalb der planetaren Grenzen zu leben.


















