Neues im Mai

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Die drei Eisheiligen Mitte Mai stehen für den Abschied von den kalten und frostigen Monaten und den Übergang in die freundliche Sommerzeit. Die Blumen können nach draußen gestellt, das Himmelfahrtswochenende zum Monatsende kann geplant werden. Die wichtigsten Neuerungen des Monats in Gesellschaft und Finanzwelt haben wir hier:

Stichtag Steuererklärung

Alle, für die der 31. Mai als Stichtag der Steuererklärung bisher wie ein Damoklesschwert über dem Monat hing, können dieses Jahr aufatmen. Die gesetzliche Frist zur Abgabe der Steuererklärung verschiebt sich vom 31. Mai auf den 31. Juli. Wenn Sie einen Steuerberater beauftragt haben, kann dieser sich für die Steuererklärung von 2018 sogar bis zum 29. Februar 2020 Zeit lassen.

Eine Ausnahme gilt für alle, die noch ihre Steuererklärung für das Jahr 2017 abgeben müssen: Hier ist weiterhin der 31. Mai der Stichtag. Eine freiwillige Abgabe kann wie bisher innerhalb von vier Jahren erfolgen.

Die diesjährige Verschiebung der Frist um zwei Monate nach hinten koppelt das Finanzamt an höhere Strafen für Verspätungen. Mindestens 25 Euro pro Monat werden fällig, wenn man den Stichtag verpasst. Je nach Auswirkung und Schwere der Verzögerung darf das Finanzamt bis zu 25.000 Euro Strafe verhängen.

Mit einer plausiblen Begründung können Sie jedoch eine Fristverlängerung von vier bis sechs Wochen beantragen. Als Gründe anerkannt werden fehlende Unterlagen, Krankheit, ein längerer Auslandsaufenthalt oder hohe Arbeitsbelastung. Tipp: Lassen Sie sich trotzdem nicht zu viel Zeit. Meistens dürfen Sie mit Rückzahlungen als Belohnung für Ihre Mühe rechnen.

Neue Roaming-Gesetze in der EU

2017 schaffte das Europäische Parlament die ungeliebten Roaming-Gebühren ab. Vergangenen Herbst konnte ein weiterer Beschluss zur Entlastung der EU-Bürger verabschiedet werden. Das Ziel: die Kosten für SMS und Auslandsanrufe senken, Sicherheitsstandards erhöhen. Am 15. Mai 2019 treten die neuen Regelungen nun in Kraft.

Die Kostenobergrenze liegt bei 19 Cent/Minute für Telefonate und 6 Cent für eine SMS, beides plus Mehrwertsteuer. Aber Achtung: Ausgenommen von den niedrigen Gebühren sind Andorra, die Färöer Inseln und Grönland.

Flatrates können sich auch weiterhin lohnen. Kontaktieren Sie dafür direkt Ihren Anbieter. Die Anbieter sind von der EU aufgefordert, ihre Tarife und Geschäftsordnungen verständlicher zu gestalten.

Übrigens: Haben Sie einen Urlaub nach Französisch-Guyana oder Martinique geplant, können Sie sich freuen: Die Roaming-Gesetze gelten auch in den Übersee-Départements!

Kleine Scheine, große Summen

Kontaktlose Bezahlverfahren und Mobile Payment per Smartphone verbreiten sich zwar immer mehr, aber Bargeld bleibt hierzulande beliebt. Passend dazu wird nun die zweite Generation der Euroscheine, die seit 2013 ausgegeben werden, komplettiert: Ab dem 28. Mai gibt die EZB die neuen 100- und 200-Euro-Scheine aus. Damit endet die Serie, denn der 500-Euro-Schein wird nicht mehr produziert. Die verbesserten Sicherheitsmerkmale der neuen Scheine sollen Fälschungen erschweren und für den Verbraucher trotzdem leicht zu erkennen sein.

Was ist neu: Beim Kippen ändert sich bei den Scheinen zweiter Generation die Farbe der Smaragdzahl in der linken Ecke. Ein gänzlich neues Merkmal ist das Satellitenhologramm am oberen Ende des Silberstreifens. Kleine Euro-Zeichen zieren beide Symbole.

Zusätzlich zu dem Sicherheitsupdate wird auch die unhandliche Länge der Geldscheine abgeschafft. Nach wie vor gilt aber: je breiter der Schein, desto höher der Wert.

Ein Monat im Zeichen Europas

Nach fünf Jahren ist es am 26. Mai wieder so weit: Das Europäische Parlament wird neu gewählt. Es ist das einzige direkt gewählte Organ der EU. Zu seinen Hauptaufgaben gehören die Gesetzgebung und die europäische Haushaltsplanung. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht derzeit vor allem der geplante Brexit und dessen mögliche Auswirkungen. Sollte Großbritannien an der Wahl teilnehmen und später austreten, säßen demokratisch gewählte Abgeordnete ohne EU-Mitgliedschaft im Parlament.

Parallel zur angespannten Lage im Vorlauf der Parlamentswahl wird am 9. Mai mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen und Aktionen der Europatag gefeiert. Er findet jährlich zu Ehren der Erklärung des französischen Außenministers Robert Schumann statt. Dieser hatte 1950 einen Plan zur Gründung der europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl vorgelegt. Damit stellte er die Weichen für ein europäisches Bündnis, aus dem die heutige EU hervorgeht. Mit dem Europatag und der Wahl des Europäischen Parlaments wollen viele EU-Mitgliedsstaaten ein Zeichen pro europäische Gemeinschaft setzen.

Blick über den Tellerrand: Außerhalb der EU findet ebenfalls im Mai eine weitere wichtige Wahl statt: Am 18. Mai sind Neuwahlen in Australien. Das Land ringt seit Jahren um seine politische Stabilität. Fehlende Wahlbeteiligung scheint allerdings kein Grund für die politischen Krisen zu sein: In Australien herrscht eine Wahlpflicht, die bei Unterlassung eine Geldstrafe nach sich zieht. Dieses Modell wird auch in Deutschland seit Jahren diskutiert, findet momentan aber noch keine Mehrheit.

Feier- und Brückentage im Mai

Weit mehr als ein arbeitsfreier Tag: Am 1. Mai 1886 gingen tausende Angestellte in den USA für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße. Kernforderung war die Umsetzung eines 8-Stunden-Arbeitstages. Inspiriert von den Aufständen in Amerika demonstrieren Arbeitnehmer bis heute in Ländern auf der ganzen Welt am 1. Mai für größere soziale Gerechtigkeit.

Auch die Gewerkschaft ver.di: Im Jahr 2019 unter dem Motto „Europa. Jetzt aber richtig“. Die Demonstration setzt sich dieses Jahr unter anderem für europaweite Tarifregelungen und gemeinschaftliche Zukunftsinvestitionen in Bildung, Wachstum und Wohlstand ein.

Apropos arbeitsfreie Tage: Der 1. Mai fällt dieses Jahr auf einen Mittwoch. Ein guter Anlass für etwas Erholung. Wer keine zwei Brückentage Urlaub opfern möchte, hat zum Monatsende aber eine weitere gute Gelegenheit für ein langes Wochenende: am 30. Mai ist Himmelfahrt. Unterm Strich heißt das: mit drei Urlaubstagen bekommen Sie im Mai bis zu neun Tage frei!

Eurovision Song Contest

Seit 1956 wird der Eurovision Song Contest von der Europäischen Rundfunkunion veranstaltet und ist damit der älteste im Fernsehen übertragene internationale Musikwettbewerb der Welt. Ursprünglich diente der ESC lediglich als Anlass für eine regelmäßige Zusammenarbeit der europäischen Fernsehanstalten. Er versammelt mittlerweile jedes Jahr eine große Fangemeinde, die bis nach Japan und Australien reicht. Teilnahmeberechtigt sind nicht nur europäische Staaten, sondern alle Länder, die Mitglied in der Europäischen Rundfunkunion (EBU) sind.

Das Finale des diesjährigen 64. Eurovision Song Contest findet am 18. Mai in Tel Aviv statt. Traditionell ist das Gewinnerland des Vorjahres Gastgeber des Wettbewerbs. Mit Ihrem Song „Toy“ und einem schrillbunten Bühnenoutfit konnte die israelische Sängerin Netta den Grand-Prix zum vierten Mal für Israel gewinnen.

Israel steht damit auf dem sechsten Rang der erfolgreichsten ESC-Länder, Deutschland rangiert auf Platz zehn. Das diesjährige Finale wird ab 20:15 Uhr in der ARD übertragen.

Fußball-Höhepunkte zum Saisonende

Jedes Jahr fiebern tausende Fußballfans dem DFB-Pokalfinale der Männer entgegen. Am 25. Mai ist es so weit: Die besten zwei Mannschaften des Pokals treten im Berliner Olympia-Stadion gegeneinander an.

Welche Mannschaften sich qualifizieren, entscheidet sich in den beiden Halbfinalpartien am 23. und 24. April. Dann heißt es HSV gegen Halbfinaldebütant Leipzig und Bremen gegen Rekordsieger Bayern.

Eine Woche nach Saisonende der Bundesliga ist das DFB-Pokalfinale ein letzter sportlicher Höhepunkt, bevor es für die Herren in die Sommerpause geht. Zu lange müssen sich die Fans aber nicht gedulden: Im Juni startet die Frauen-Fußballweltmeisterschaft in Frankreich.

Sport schafft Gemeinschaft. Deswegen liegt uns die Förderung von Nachwuchssport, Behindertensport, Breitensport und Spitzensport besonders am Herzen. Mit jährlich rund 90 Millionen Euro ist die Sparkasse-Finanzgruppe der größte nicht-staatliche Sportförderer in Deutschland.

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