Das ändert sich 2019

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2019

Steuern, Rente, Versicherungen, Geldscheine… schon bald startet das neue Jahr 2019 und bringt viele Änderungen mit sich, die es zu beachten gilt. Wir haben für Sie die wichtigsten zusammengefasst.

Höherer Mindestlohn

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2019 um 35 Cent. Arbeitnehmer haben somit ab dem kommenden Jahr Anspruch auf einen Mindestlohn in Höhe von 9,19 Euro pro Stunde. Auch Minijobber bekommen im neuen Jahr den Mindestlohn. Die Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat darf jedoch nicht überschritten werden. Ansonsten wird das Arbeitsverhältnis sozialversicherungspflichtig. Allerdings bezahlen die Minijobber reduzierte Sozialversicherungsbeiträge, wenn sie zwischen 450 Euro und 1.300 Euro (bisher 850 Euro) monatlich verdienen.

Rentnenansprüche

Das Rentenniveau soll bis zum Jahr 2025 bei 48 Prozent gehalten werden. Der Beitragssatz zur Rentenversicherung soll bis 2025 nicht über 20 Prozent steigen. Darauf hat sich die Bundesregierung festgelegt.

Zusätzliche Rentenansprüche bekommen künftig alle Mütter mit Kindern, die vor 1992 geboren sind. Sie erhalten 2,5 Rentenpunkte und 2,5 Jahre Erziehungszeit anerkannt. Müttern, deren Kinder nach 1992 geboren sind, werden drei Jahre angerechnet.

Mehr Kindergeld & höhere Kinderfreibeträge

2019Entlastung gibt es auch für Familien. Das monatliche Kindergeld steigt ab dem 1. Juli 2019 um 10 Euro auf 204 Euro jeweils für das erste und das zweite Kind. Für das dritte Kind gibt es 210 Euro, für das vierte und jedes weitere Kind jeweils 235 Euro. Die jährlichen kindbedingten Freibeträge werden auf insgesamt 7620 Euro angehoben.

Versicherungsbeiträge

Diese Neuerung dürfte wohl alle freuen: Viele Krankenkassen haben angekündigt, ab dem 1. Januar 2019 ihre Beitragskosten zu senken. Zudem wird der Mindestbeitrag bei gering verdienenden Selbstständigen von 340 Euro auf etwa 170 Euro und der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 3 auf 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens gesenkt. In der Pflegeversicherung werden die Beiträge um 0,5 Prozent steigen. Hier sind also insgesamt 3,05 Prozent fällig, die von Arbeitnehmer und Arbeitgeber hälftig getragen werden.

Wer seine Arbeitszeit für eine bestimmte Zeit verkürzen will, hat ab 2019 das Recht, zu einer Vollzeitstelle zurückzukehren. Die neue sogenannte Brückenteilzeit greift für alle Arbeitnehmer, die ab dem 1. Januar 2019 einen Arbeitsvertrag in Teilzeit abschließen. Dies gilt aber nur in Unternehmen mit mehr als 45 Mitarbeitern.

Neue 100- und 200-Euro-Scheine

Die neuen 100- und 200-Euro-Scheine wurden bereits im September 2018 von der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgestellt. Sie sind jedoch erst ab dem 28. Mai 2019 erhältlich. Die Scheine haben neue Sicherheitsmerkmale und sollen so schwerer zu fälschen sein. Zudem werden ab 2019 keine 500-Euro-Scheine mehr produziert und ausgegeben.

Höhere Freibeträge bei Steuern

Ledige haben ab dem 1. Januar in der Einkommensteuer einen Grundfreibetrag von 9168 Euro. Das sind 168 Euro mehr als 2018. Verheirateten stehen künftig 18.336 Euro zu, also 336 Euro mehr als bisher. Bis zu diesem Betrag bleibt das Einkommen steuerfrei. Im selben Umfang erhöhen sich die Beiträge, bis zu denen Steuerzahler Unterhalt für nahe Angehörige als außergewöhnliche Belastungen abziehen können.

Keine TAN-Listen mehr

Wer eine Online-Überweisung durchführen möchte, benötigt dazu eine TAN. In vielen Banken war es bis dato sehr geläufig, den Kunden eine Papier-Liste mit den TAN-Nummern zuzuschicken. Ab September 2019 wird es diese jedoch nicht mehr geben. Sie werden komplett durch die bereits sehr beliebten anderen Methoden ersetzt, z.B. chipTAN oder pushTAN.

Werbung bei WhatsApp

Ab 2019 wird beim Messenger-Dienst WhatsApp auch Werbung geschaltet. Bisher konnten nur Nutzer in ihrem Status-Bereich Bilder, Texte oder Gifs hochladen, die für 24 Stunden sichtbar sind und anschließend gelöscht werden. Zukünftig wird hier auch Werbung zu sehen sein.

Neuerungen für Autofahrer

Wer ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid als Dienstwagen und privat nutzt, profitiert ab dem 1. Januar 2019 von einem Steuervorteil. Statt einem Prozent muss der Arbeitnehmer dann nur 0,5 Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern.

2019Im Laufe des Jahres soll es zudem möglich werden, Fahrzeuge online an- oder umzumelden. Auch das Umschreiben auf einen neuen Besitzer soll dann ohne Besuch auf der Zulassungsstelle funktionieren.

Außerdem treten ab 2019 die ersten Diesel-Fahrverbote in Kraft. Nach und nach wird es dann in verschiedenen Städten verboten sein, bestimmte Straßen oder Zonen mit Diesel-Fahrzeugen mit gewissen Abgasnormen zu befahren.

Geringere Kosten für EU-Telefonie

Die Kosten für Telefonate innerhalb der Europäischen Union sollen sinken. Nach dem Willen der EU sollen Telefongespräche ab Mai 2019 nicht mehr als 19 Cent pro Minute kosten dürfen. Für SMS an ausländische Nummern sollen maximal 6 Cent fällig werden.

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