‚VERO‘ – zwei Jahre unbekannt, jetzt das neue Instagram?

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veroWer sich regelmäßig mit dem Smartphone durch soziale Netzwerke ‚wischt‘, kam in den vergangenen Wochen nicht an „VERO“ (lateinisch = „wahr“) vorbei. Innerhalb weniger Tage schoss die App in Deutschland, den USA und Großbritannien auf Platz eins der App-Charts für iOS- und Android-Geräte. Das neue soziale Netzwerk ist allerdings gar nicht so neu: Die App gibt es nämlich bereits seit 2015. Sie wurde kürzlich jedoch von vielen bekannten Influencern auf diversen Plattformen empfohlen und ging tagelang durch die Medien. Und ZACK – alle wollten VERO!

Für die ersten eine Millionen Nutzer ist die App und deren Nutzung ein Leben lang kostenfrei. Diese Grenze ist laut www.vero.co bereits überschritten. Auf der Hompage des Netzwerkes steht dazu: „As promised, our first million users have access to Vero free for life. However, given the service interruptions, we are extending that offer to all new users until further notice. We will confirm the start date and pricing of Vero subscriptions soon.“. Demnach gilt das Angebot zunächst auch für weitere neue VERO-Nutzer, zumindest so lange, bis es dazu (voraussichtlich bald!) neue Informationen gibt.

Es ist mittlerweile schon wieder etwas ruhiger geworden um die App  – dennoch stellen wir uns die Frage: Hat VERO wirklich das Potential das neue Instagram zu werden? Wir beleuchten in diesem Blogbeitrag die Vor- und Nachteile.

Die PRO‘s:

  • VERO ist werbefrei und soll es laut des Entwicklers auch bleiben. Dies dürfte viele Nutzer beeindrucken, da andere Netzwerke den gesponserten, also bezahlten Posts von Marken und Unternehmen, verhältnismäßig viel Raum in den Timelines geben.
  • Die Inhalte werden bei VERO nicht wie bei Facebook oder Instagram durch einen Algorithmus sortiert. Das bedeutet, dass ein Nutzer tatsächlich die Inhalte sieht, die er sehen möchte. VERO versucht nicht zu filtern, welche Inhalte für uns interessanter zu sein scheinen, als andere.
  • Das Design ist sehr modern und attraktiv.
  • Die Bedienung ist intuitiv, vor allem, wenn man den Umgang mit Instagram bereits gewohnt ist.
  • Neben Fotos kann man bei VERO auch Empfehlungen zu Musik, Filmen, Serien, Büchern, Restaurants oder Geschäften posten. Es gibt drei Arten von Kontakten: enge Freunde, Freunde und Bekannte. Für jeden Post kann ein Nutzer festlegen, welche der drei Kategorien ihn sehen darf.

Die Contra‘s:

  • Für alle, die VERO bisher nicht auf ihrem Smartphone installiert haben, wird demnächst wohl eine jährliche Gebühr anfallen. Ab wann und wie hoch diese Gebühr ausfallen wird, ist aktuell noch unklar.
  • Aus datenschutzrechtlicher Sicht dürfte es vielen Nutzern sauer aufstoßen, dass man die Rechte an den Metadaten hochgeladener Inhalte an VERO abtreten muss.
  • Auch der VERO-Gründer, Ayman Hariri, steht bei vielen wegen seiner Beteiligung am Skandal um die saudische Baufirma Oger in der Kritik.
  • Technisch gab es etliche Schwierigkeiten mit der App: Überlastete Server, häufige Abstürze, langsamer Seitenaufbau und fehlende oder nicht funktionierende Schaltflächen machen die Nutzung mitunter schwierig bis unmöglich. Daran wird gem. Homepage kontinuierlich gearbeitet.

Fazit:

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Bildquelle: www.vero.co

Die grundsätzlichen Funktionen, das Design und die Kernaussage, seine Nutzer und deren Inhalte nicht analysieren zu wollen, beschert VERO durchaus einige Pluspunkte. So lange die Entwickler jedoch die technischen Barrieren nicht gänzlich beseitigen und sich ein transparentes Konzept überlegen, wie sie VERO für sich monetarisieren, scheint der Hype genauso schnell wieder abzuflauen, wie er angefangen hat. Der Bedarf für ein neues soziales Netzwerk ist sicher da, denn seit Snapchat hat keine neue social App mehr den großen Durchbruch geschafft.

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