Maskenpflicht: Was muss beachtet werden?

0
Maskenpflicht im Supermarkt

Schon seit vielen Monaten ist sie unser täglicher Begleiter: die Alltagsmaske. In vielen Bereichen unseres täglichen Lebens gilt eine Maskenpflicht. Wir klären, was Sie zum Thema Schutzmasken wissen sollten.

Wo muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden?

Die Schleswig-Holsteiner müssen beim Einkaufen im Einzelhandel und auf Wochenmärkten sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Schutzmaske tragen. Dazu zählen Busse, Bahnen, Schiffe sowie Taxis. Zu den Bereichen im Einzelhandel gehören dabei auch die überdachten Flächen von Einkaufszentren sowie Verlaufs- und Diensträume von Handwerkern.

Auch wir haben Vorkehrungen getroffen, um unsere Kunden und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen. Daher ist es ab sofort in allen Filialen der Förde Sparkasse verpflichtend, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Wer ist von der Maskenpflicht befreit?

Ausgenommen sind Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr, das Verkaufspersonal in den geöffneten Verkaufsflächen, das Fahrpersonal im ÖPNV sowie Taxifahrer. Zudem sind Personen von der Pflicht befreit, die aufgrund medizinischer oder psychischer Beeinträchtigung nicht in der Lage sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und dies durch einen entsprechenden Schwerbehinderten- oder Allergikerausweis glaubhaft machen können.

Da die Mimik in der kindlichen Kommunikation besonders wichtig ist, sollte das Personal in Kitas und Krippen möglichst auf Masken verzichten.

Welche Mund-Nasen-Bedeckungen sind ausreichend?

Maskenpflicht
Bunt gemustert oder ganz schlicht: Viele nähen sich selbst eine Behelfsmaske. Anleitungen gibt es im Internet.

Die Landesregierung hat festgelegt, was alles als Mund-Nasen-Bedeckung gilt: aus Stoff genähte Bedeckungen oder Schals, Tücher, Buffs (Schlauchschal) und anderweitige Stoffzuschnitte, die geeignet sind, um Mund und Nase vollständig zu bedecken. Des Weiteren kann eine einfache Stoffmaske, ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder eine Atemschutzmaske genutzt werden.

Vom Robert Koch-Institut wird eine Mund-Nasen-Bedeckung aus Stoff empfohlen. Wichtig ist jedoch, dass trotzdem die Abstands-, Husten- und Niesregeln eingehalten werden und eine umfangreiche Händehygiene betrieben wird. OP- und FFP-Masken müssten Medizinern und Pflegepersonal vorbehalten bleiben.

Wo liegt der Unterschied zwischen den verschiedenen Maskentypen?

Einfache Mund-Nasen-Bedeckungen wie Schals oder Stoffmasken (auch als Community-, DIY- oder Behelfs-Masken bekannt) bieten je nach Ausführung nur einen geringen Schutz.

Ein Mund-Nasen-Schutz (auch als Operations-, OP- oder MNS-Maske bezeichnet) wurde bereits vor Corona von vielen Ärzten und Zahnärzten verwendet. Der MNS schützt die Umgebung vor Tröpfchen, die der Maskenträger beim Sprechen aus Mund und Nase abgibt. Der Träger selbst ist nur vor größeren Tröpfchen geschützt.

Atemschutzmasken gibt es in drei Schutzklassen, die das Rückhaltevermögen definieren: FFP1, FFP2 und FFP3 (FFP = Filtering Face Piece). Zum Schutz vor dem Coronavirus sind mindestens Masken der Klasse FFP2 notwendig, besser sind Masken der Klasse FFP3.

Quelle: vergleich.org

Wie werden Schutzmasken richtig getragen und abgenommen?

Das Tragen einer Schutzmasken ist nur dann sinnvoll, wenn sie auch richtig gehandhabt wird. Auch mit einer Maske sollten Sie immer den Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Menschen einhalten.

So setzen Sie die Maske richtig auf:

  1. Bevor Sie die Schutzmaske anlegen, reinigen Sie Ihre Hände mit einem Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis oder mit Wasser und Seife.
  2. Untersuchen Sie die Schutzmaske auf Risse oder Löcher.
  3. Orientieren Sie sich, welche Seite der Maske oben und welche unten ist.
  4. Stellen Sie sicher, dass die korrekte Seite nach außen zeigt.
  5. Legen Sie die Schutzmaske an und drücken Sie den Metallstreifen – sofern vorhanden – der Maske unter dem Nasenbein zusammen, damit sie sich der Form Ihrer Nase anpasst.
  6. Ziehen Sie die Unterseite der Maske etwas nach unten, sodass der Mund und das Kinn bedeckt sind.

Während des Tragens sollten Sie den Mund-Nasen-Schutz nicht zurechtzupfen und auch nicht um den Hals tragen! Ist die Maske durchfeuchtet, muss sie gewechselt werden.

So legen Sie die Maske ab:

  1. Zum Ablegen der Maske greifen Sie die Maske an den elastischen Schlaufen hinter den Ohren. Halten Sie die gebrauchte Maske von Gesicht und Kleidung fern. So verhindern Sie eine Berührung mit potenziell kontaminierten Oberflächen.
  2. Einmal-Masken sollten Sie nach Gebrauch in einem geschlossenen Behälter entsorgen.
  3. Mehrwegmasken sind regelmäßig durch Waschen (bei mind. 60 Grad in der Waschmaschine, kein ECO-Programm nutzen!) oder durch etwa 30-minütiges Aufheizen im Backofen bei 70 Grad zu reinigen. Viele Masken enthalten Metallteile, nutzen Sie deshalb nicht die Mikrowelle zur Sterilisation, da sie dort Feuer fangen!
  4. Reinigen Sie nach dem Entsorgen bzw. der Abnahme der Maske Ihre Hände.

Wo gibt es Schutzmasken zu kaufen?

Mittlerweile gibt es quasi überall Alltagsmasken zu kaufen. Beispielsweise bieten viele Änderungs-Schneidereien Behelfsmasken aus Stoff an. Auch in den sozialen Netzwerken haben sich viele regionale Gruppen gebildet, in denen selbstgenähte Masken zum Verkauf oder zum Verschenken angeboten werden. In Supermärkten, Drogerien, Apotheken sowie teilweise auch in anderen Geschäften im Einzelhandel sind Einmal-Masken oder auch Stoffmasken erhältlich.

Droht ein Bußgeld beim Verstoß gegen die Maskenpflicht?

Beim Missachten der Maskenpflicht droht ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro. Dies wird besonders im öffentlichen Personen-Nahverkehr, im Einzelhandel und in Pflegeeinrichtungen kontrolliert. Zudem wird Personen, die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und für die keine der Ausnahmen zutreffen, das Betreten bzw. die Nutzung der Geschäfte oder der öffentlichen Verkehrsmittel häufig nicht gestattet.

Muss bzw. darf beim Autofahren auch ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden?

Laut Straßenverkehrsordnung darf der Fahrer eines Kraftfahrzeuges „sein Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken, dass er nicht mehr erkennbar ist“ (§ 23). Allerdings sorgt der Coronavirus – wie in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens – auch hier für eine vorübergehende Ausnahme: Sollten Sie alleine als Fahrer unterwegs sein, müssen Sie keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Wenn sich neben Ihnen allerdings eine weitere haushaltsfremde Person im Auto befindet, wird das Tragen eines Mundschutzes empfohlen. Allerdings haben Sie darauf zu achten, dass Sie Ihr Gesicht nur so verhüllen, dass Sie weiterhin erkennbar sind, insbesondere die Augen müssen noch erkennbar sein. Das Tragen einer Sonnenbrille und eines Baseballcaps sollte vermieden werden. Andernfalls könnte ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro fällig werden. Ebenfalls wichtig: Durch die Mund-Nasen-Bedeckung darf die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigt werden, z.B. durch ein Beschlagen der Brille.

KOMMENTAR SCHREIBEN (Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.)

Please enter your comment!
Please enter your name here