Neues im Juli

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Mehr Kindergeld, mehr Rente, mehr Briefporto – im Juli steigen nicht nur die Temperaturen. Das sind die wichtigsten Neuigkeiten des Monats mit Auswirkungen auf Ihren Geldbeutel:   

Mehr Geld für Jung und Alt

Der deutsche Arbeitsmarkt floriert, die Löhne steigen seit Jahren. Folglich fließt mehr Geld in die Staatskasse. Bei vielen Rentnern und jungen Familien kam dieses Geld jedoch nicht an. Das soll sich ändern: Ab Juli erhöht der Staat die Renten und das Kindergeld.

Ab dem 1. Juli bekommen Eltern pro Kind 10 Euro mehr Kindergeld, für das erste und zweite Kind dann also 204 Euro im Monat, für das dritte Kind 210 Euro und für jedes weitere Kind 235 Euro monatlichen Zuschuss. Das Familienentlastungsgesetz sieht vor, das Kindergeld ab 2021 um weitere 15 Euro zu erhöhen.

Übrigens: Bereits im Januar stieg der Kinderfreibetrag bei der Steuererklärung um 192 Euro an, von 4.788 auf 4.980 Euro.

Größere Veränderungen stehen zudem bei den Renten an: Sie steigen ab Juli um mehr als drei Prozent. Genauer gesagt: um 3,18 Prozent in Westdeutschland und sogar um 3,91 Prozent in Ostdeutschland. Damit klettert der Rentenwert im Osten auf 96,5 Prozent der Renten im Westen. Bis zum Jahr 2024 sollen die Bezüge in Ost- und Westdeutschland auf gleichem Niveau liegen.

Höhere Einkommensgrenze für Midijobber

Midijobs bilden den Übergangsbereich zwischen Mini-Job und regulärer Anstellung. Übergangsbereich deswegen, weil die Midijob-Beschäftigten geringere Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen.

Als Midijobber galt bisher, wer zwischen 450,01 und 850 Euro verdiente. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten sollen ab Juli mehr Menschen von den Vergünstigungen profitieren. Künftig gilt der Übergangsbereich daher bis zu einem Einkommen von 1.300 Euro. In der Regel betrifft das vor allem Teilzeitkräfte.

Im Bereich der Rentenansprüche profitieren die Arbeitnehmer ebenfalls. Denn trotz der geringeren Sozialversicherungsabgaben behalten sie einen Rentenanspruch, der sich auf die vollen Beträge bezieht.

Für Arbeitgeber ändert sich übrigens nichts.

Neues von der Post

Seinen Lieben aus dem Urlaub in Deutschland eine Postkarte zu schicken, wird teurer: Die Deutsche Post erhöht ab 1. Juli die Portokosten, und das nicht nur bei der Postkarte. Der Preis für einen Standardbrief steigt von 70 auf 80 Cent, der Preis für die Versendung einer Postkarte von 45 auf 60 Cent.

Die Deutsche Post begründet diesen Schritt mit erhöhten Kosten für die flächendeckende Postzustellung. Die neuen Briefmarken gibt es ab dem 1. Juli in den Postfilialen und im Onlineshop der Deutschen Post.

Sie haben noch jede Menge alter Briefmarken im Schrank? Keine Sorge: Mit den passenden Ergänzungsbriefmarken können Sie diese auch nach dem 1. Juli natürlich noch verwenden.

Außerdem vereinfacht die Post die Bücher- und Warensendungen. Bisher gab es sechs verschiedene Varianten. Zu kompliziert, befand die Post. Deswegen gibt es künftig nur noch zwei Produkte: Bücher- und Warensendungen bis 500 Gramm und Sendungen bis 1000 Gramm.

Die Post koppelt die Umstellung ihrer Produkte an eine moderate Preissteigerung. Die bisherigen sechs Produkte kosteten zwischen 1,20 Euro und 2,35 Euro, jedes Format hatte einen eigenen Preis. Wer ab Juli eine Bücher- und Warensendung bis 500 Gramm aufgibt, zahlt 1,90 Euro. Für die größere Variante bis 1000 Gramm fallen 2,20 Euro an.

Erinnerung: Abgabe der Steuererklärung

Dieses Jahr hat sich die Frist der Steuererklärung vom 31. Mai auf den 31. Juli verschoben. Alle, die sich deswegen im Mai entspannt zurückgelehnt haben, sollten jetzt aktiv werden. Und vergessen Sie nicht: Der Aufwand lohnt sich, denn meistens erhalten Sie Geld zurück.

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