Immobilienmarkt: Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise?

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Immobilienmarkt

Die Corona-Krise beeinflusst unser aller Leben. Sie hat Auswirkungen auf die weltweite Wirtschaft und brachte vorübergehend sogar die Aktienmärkte zum Absturz. Doch welchen Einfluss hat die Pandemie auf den Immobilienmarkt?

Marktsituation

Fest steht: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, also den jeweiligen Kaufpreis oder die Miete einer Immobilie. Aus dem Immobilienmarktatlas der LBS-Bausparkasse mit dem Institut F+B geht hervor, dass die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen sich im vergangenen Jahr 2019 in der gesamten Metropolregion Hamburg (Aufschläge von bis zu 12,7 %) sowie im schleswig-holsteinischen Umland (Aufschläge bis zu 10,8 %) deutlich erhöht haben. Die Nachfrage ist – auch in der Corona-Krise – immer noch höher als das Angebot auf dem Immobilienmarkt.

Vermittlungsbereich

Die LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg berichtet, dass erste Marktanalysen deutliche Angebotsrückgänge von 15 bis 25 Prozent ergeben hätten. So würden in Hamburg und Schleswig-Holstein vorübergehend weniger Wohnungen und Häuser auf den Markt kommen. Marco Thomas, unser Experte aus dem Immobilien-Zentrum in Kiel, berichtet jedoch, dass von dieser Prognose im Alltagsgeschäft kaum etwas zu spüren sei. So käme im Vermittlungsbereich ein gleichbleibender Strom an Anfragen rein. „Wir sind ein zuverlässiger und flexibler Ansprechpartner für die Vermittler. Diese erhalten aktuell innerhalb von 24 Stunden eine verbindliche Rückmeldung“, so Thomas.

Bestandsbereich

Die Förde Sparkasse zeigt sich als zuverlässiger Partner vor Ort mit vielen individuellen Lösungen. Das Immobilien-Zentrum in der Holstenstraße in Kiel ist seit dem 14. Mai (ebenso wie alle anderen Filialen der Förde Sparkasse) wieder zu den bekannten Servicezeiten geöffnet. Gern beraten wir Sie im stationären Geschäft auch telefonisch oder bei Bedarf per Videochat.

Bei Liquiditätsproblemen, zum Beispiel durch ein geringeres Einkommen aufgrund von Kurzarbeit, sollte der erste Gang immer zu Ihrer Hausbank führen. Seit Kurzem ist eine dreimonatige Stundung der Zins- und Tilgungsleistung bei Zahlungsschwierigkeiten von Privatleuten während der Corona-Krise gesetzlich geregelt. Dies gilt für Kreditnehmer, die sich vor dem 15. März 2020 Geld bei der Bank geliehen haben. Stundungen werden derzeit auch im Immobilien-Zentrum vermehrt angefragt, so Thomas. Mehr als 550 konkrete Raten- und Tilgungsaussetzungen konnten bisher umgesetzt werden.

Die neuen Stundungsregeln der Bundesregierung gelten zunächst für einen Zeitraum vom 1. April bis zum 30. Juni 2020. Möglicherweise werden sie aber noch verlängert. Die fälligen Raten müssen nach Ablauf der Frist nicht auf einen Schlag zurückgezahlt werden, sondern die Vertragslaufzeit wird entsprechend gestreckt.

Kommen Sie bei Zahlungsschwierigkeiten oder Fragen gern auf uns zu:

 

 

 

Öffnungszeiten:

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Hier können Sie einen Termin mit Ihrem Berater oder Ihrer Beraterin vereinbaren.

Haus- und Wohnungsbesichtigungen

Makler dürfen ihre Tätigkeit weiterhin an unterschiedlichen Orten ausüben. Besichtigungen vor Ort sind jedoch nur dann möglich, wenn der Interessent eine Notwendigkeit darlegen kann. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die alte Wohnung bereits gekündigt oder verkauft ist und nun dringend Ersatz beschafft werden muss. Laut Marco Thomas finden derzeit im Maklerbereich wieder mehr Besichtigungen statt. Die Nachfrage ist auch in der Corona-Krise nicht eingebrochen. Allerdings ist die aktuelle Möglichkeit, Immobilien zu besichtigen, aufgrund des Kontaktverbotes aufwendiger zu organisieren. Menschenansammlungen mit mehr als zwei Personen sind grundsätzlich untersagt. Deshalb müssen sich Makler auf Einzelbesichtigungen beschränken.

Bei den Einzelbesichtigungen ist darauf zu achten, dass:

  • kein Körperkontakt besteht,
  • die Abstandsregelungen von mindestens 1,5 Metern zueinander eingehalten werden,
  • kein Austausch von Dokumenten stattfindet (diese werden vor oder nach dem Termin digital verschickt) sowie
  • der Kontakt zu Gegenständen (z.B. Türgriffen) in der Immobilie gemieden wird.

Zinsniveau und Immobilienpreise

Viele potenzielle Käuferinnen und Käufer fragen sich derzeit: Hat die Krise Auswirkungen auf die Entwicklung der Finanzierungszinssätze? Die genauen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Immobilien-Nachfrage lassen sich derzeit nur schwer abschätzen. Die Zinsen am Markt sind im Zuge der Pandemie leicht angestiegen. Die Immobilienpreise bleiben momentan entgegen vieler Expertenaussagen hoch. Sollte das Angebot von Immobilien bei gleichbleibender Nachfrage sinken, so könnten die Preise zukünftig sogar steigen.

Grundsätzlich gilt nach wie vor: Wer eine Immobilie zur Selbstnutzung erwerben möchte und auf der Suche ist, sollte auch jetzt weiter suchen und die richtige finden. An den Finanzierungszinssätzen hat sich nichts geändert. Bei einer Anlageimmobilie muss man jedoch schon etwas genauer hinsehen, denn hier spielt die Rendite eine wichtige Rolle. „Da die Alternativen für eine Geldanlage nach wie vor fehlen, nehmen die Kunden auch bei Immobilien eine geringere Rendite in Kauf – bei höherem Risiko“, so Thomas.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Krise langfristig auf den Arbeitsmarkt und somit auch auf Angebot und Nachfrage auf dem Immobilienmarkt auswirken wird.

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