WebNews #5

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Streaming: Die EU-Quote kommt

webnewsTV-Sender müssen hierzulande ein Fünftel ihres Programms mit europäischen Produktionen füllen. Die EU-Medienminister haben nun eine ähnliche Quote für abobasierte Video-on-Demand-Anbieter beschlossen. Demnach sollen in Zukunft mindestens 30 Prozent des Programms aus Europa stammen. Bisher stehen jedoch nur die Eckpunkte, der EU-Ministerrat und das Europaparlament verhandeln nun die Details. Frühestens im Frühjahr könnte die „EU-Quote“ in Kraft treten.

Die Lizenzen für Filme und Serie bei Streaming-Anbietern sind oft auf einzelne Länder beschränkt. Deswegen können Abonnenten ihre Streaming-Dienste im Ausland bislang oft gar nicht oder nur eingeschränkt nutzen. Eine neue Verordnung des EU-Parlaments sieht nun vor, dass die Nutzung innerhalb der EU möglich sein muss. In Kraft tritt sie Anfang 2018.

Um Missbrauch zu verhindern, etwa günstigere Abos aus dem Ausland im Heimatland zu nutzen, sollen Kontrollmechanismen eingeführt werden. Die Benutzer können demnach zwei von zehn Prüfkriterien wählen, mit denen sie ihre Herkunft verifizieren – etwa Steuerdaten, die Post- oder die IP-Adresse. Die Verordnung gilt nur für kostenpflichtige Dienste, könnte jedoch auch Auswirkungen auf Gratis-Angebote wie etwa Mediatheken von TV-Sendern haben. Sie gilt für Videodienste (Netflix, Amazon Prime Video, Sky Go) ebenso wie für Musik- (Spotify, Tidal) und Spiele-Streaming (Geforce Now).

Martin Heller | teleschau – der mediendienst

VR-Tipp: Rick and Morty: Virtual Rick-ality…

webnewsDie TV-Cartoon-Serie „Rick and Morty“ lebt vor allem von ihrem sarkastischen Humor. Das Spiel auch! Der Spieler findet sich im rumpeligen Garagen-Labor des verrückten Wissenschaftlers Rick Sanchez wieder. Seine erste Info: Er ist soeben als Klon von Morty entstanden. Rick und der Original-Morty verabschieden sich aber bald und lassen den Spieler mit ein paar Aufgaben allein. Naja, fast: Rick meldet sich per Armbanduhr-Telefon und echauffiert sich auf herrlichste Art und Weise, sollte der Spieler wiederholt nach Hilfe fragen. Optisch merkt man dem Game an, dass es von den „Job Simulator“-Machern Owlchemy stammt. Aber auch in der Handhabung: Die Interaktion mit den verschiedenen Gegenständen in der Garage zeigt bestens, wozu VR in der Lage ist. Das Rätsel-Lösen, Gegenstände-Kombinieren und Durch-Portale-Springen macht auch von Beginn an richtig Laune – jedoch hat das gut zweistündige Spielerlebnis für 30 Euro doch noch etwas zu großen Demo-Charakter. „Rick and Morty: Virtual Rick-ality“ ist erhältlich für HTC Vive und Oculus Rift.

Martin Heller | teleschau – der mediendienst

Die Selfie-App für Sehbehinderte: FotoOto

webnewsLogisch: Ist man blind, kann man beim Knipsen nicht feststellen, was man da eigentlich ablichtet. Die App „FotoOto“ greift Sehbehinderten unter die Arme. Schießt man mit ihr ein Foto, analysiert ein Algorithmus das Bild, woraufhin eine Stimme den Bildinhalt preisgibt (wahlweise auf Deutsch oder Englisch). Anschließend verwandelt die App das Bild in Klänge: Unterschiedliche Farbnuancen bekommen spezifische Instrumentationen zugewiesen, sodass die Farbgebung des Fotos nach diesen Regeln erlernt werden kann. Zudem lassen sich Audiokommentare oder die Umgebungsgeräusche zu dem Klangbild hinzufügen. FotoOto gibt’s kostenlos im AppStore von Apple.

Martin Heller | teleschau – der mediendienst

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